Unter dem Motto „Vielfalt leben“

Nürnberg startet Aktionsplan „Queeres Nürnberg“ - Workshops geplant

Queeres Nürnberg
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Wo kann die Stadt „mehr Flagge“ zeigen? Antworten darauf soll der Aktionsplan „Queeres Nürnberg“ geben.

Die Stadt Nürnberg will die Belange der LSBTIQ-Community unterstützen und deren Vielfalt sichtbar machen. Dazu sind unter anderem kostenlose, digitale Workshops geplant.

Nürnberg - Unter dem Motto „Vielfalt leben“ will die Stadt einen Aktionsplan zur besseren Berücksichtigung der Belange von Lesben, Schwulen, Bi*, Trans*, Interpersonen und queeren Menschen (LSBTIQ) auf den Weg bringen, wie es in einer Pressemitteilung vom 4. Mai heißt. 


Nürnberg: Community soll bei „Vielfalt leben“ mitwirken - digitaler Workshop zum Auftakt

Die Community soll in einem breit angelegten Partizipationsprozess mitwirken können. Zum Auftakt wird es einen digitalen Workshop rund um das Thema „Queere Jugend“ am Dienstag (11. Mai) geben. 

Nürnberg will damit als eine von wenigen Kommunen in Deutschland solch einen kommunalen Aktionsplan mit einer Reihe von Workshops und digitalen Beteiligungsformaten im Laufe dieses Jahres in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft entwickeln: Welche Angebote fehlen? Was kann die Stadt verbessern? Und wo kann sie mehr „Flagge zeigen“?  

„Queeres Nürnberg“: Aktionsplan beinhaltet zehn Themenfelder 

Insgesamt werden zehn Themenfelder, die alle Lebensphasen abdecken, in den Blick genommen – von Kindheit und Jugend über Familienleben und Alter bis hin zu Gesundheitsfragen oder Diskriminierungsschutz. Die gesammelten und priorisierten Ergebnisse sollen dann als Masterplan „Queeres Nürnberg“ mit einer Laufzeit von fünf Jahren dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden. 


Nürnberg: Diskriminierung der LSBTIQ-Community soll ein Ende gesetzt werden 

„In vielen Lebensbereichen werden die Perspektiven von LSBTIQ zu wenig berücksichtigt. Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen erleben nach wie vor Diskriminierungen, Ausgrenzung und Stigmatisierung. Wir wollen hier aktiv gegensteuern, Vielfalt sichtbar machen und eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Je mehr mitmachen, desto besser“, betont Christine Burmann, Beauftragte für Diskriminierungsfragen in der Stabsstelle Menschenrechtsbüro & Gleichstellungsstelle. 


Nürnberg: Erster Workshop am 11. Mai 

Mit dem Workshop rund um das Thema „Queere Jugend“ am Dienstag (11. Mai) um 18 Uhr startet der Beteiligungsprozess: Dr. Claudia Krell vom Deutschen Jugendinstitut in München gibt zu Beginn einen Input aus den Studien „Queere Freizeit“ und „Coming Out mit Hürden“ bevor der gemeinsame Austausch über die Entwicklung von konkreten Schritten und Maßnahmen in den Vordergrund rückt. Ein zweiter digitaler Workshop am Mittwoch, 19. Mai 2021, um 19 Uhr widmet sich dem Thema „Regenbogenfamilien“. Beide kostenlosen Workshops finden digital auf MS-Teams statt, eine vorherige Anmeldung ist bei Christine Burmann, Beauftragte für Diskriminierungsfragen der Stadt Nürnberg, per E-Mail an christine.burmann@stadt.nuernberg.de, erforderlich. 

Nürnberg: Mehrere kostenlose Workshops geplant

Weitere virtuelle Workshops zu den verschiedenen Themenfeldern folgen im Lauf des Jahres. Begleitend dazu können ab Mitte Mai Rückmeldungen und Anregungen jederzeit auch per digitalem Fragebogen gegeben werden.

Alle aktuellen Informationen und Hintergründe zum Masterplan sowie ab Mitte Mai auch zum digitalen Fragebogen unter www.lsbti.nuernberg.de 

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