Zweiter Versuch

Corona in Nürnberg: Schrittweise Rückkehr zur Präsenz in Schulen und Kitas - diesmal tatsächlich?

Eine Lehrerin mit FFP2-Maske unterrichtet in einer ersten Klasse an einer Grundschule mit Wechselunterricht.
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Auch in Nürnberg geht es jetzt für einige Kinder wieder in die Schulen und Kitas.

Zum ersten März startet auch in Nürnberg für einige Schulbereiche wieder der Wechselunterricht, Kitas nehmen den eingeschränkten Regelbetrieb auf - das sind die Details.

Nürnberg - Es tut sich was im pädagogischen Bereich: Nach Notbetreuung, Distanzunterricht und dem Zurückrudern nach einer ersten Öffnung sollen ab Montag, dem ersten März, tatsächlich für einige Gruppen die Schulen wieder ihre Tore öffnen, Kindertagesstätten begrüßen die Jüngsten zurück in ihren Räumen. Die Beschlüsse zu den Öffnungen gelten zunächst für eine Woche. Man will sich dann wöchentlich das Infektionsgeschehen anschauen und gegebenfalls nachjustieren.

Nürnberg: Welche Einrichtungen öffnen wieder - und für wen?

Ab kommendem Montag sollen in Nürnberg* zunächst Grund- und Förderschulen sowie die Abschlussklassen an weiterführenden Schulen und Berufsschulen mit dem Wechselunterricht starten. Die Schüler:innen erwartet dann eine Mischung aus Distanzunterricht zu Hause, wie er schon in den letzten Wochen stattgefunden hat, und Präsenztagen im Schulgebäude. Die bisher angebotene Notbetreuung soll soweit möglich fortgesetzt werden.

Kindertageseinrichtungen sollen zumindest eingeschränkt wieder geöffnet sein. Nachdem eine erste Öffnung zu Beginn der Woche zunächst wieder zurückgezogen worden war, äußert sich Oberbürgermeister Marcus König jetzt in einer Pressemitteilung der Stadt Nürnberg: „Die vielen Reaktionen gerade auch von Eltern und Kindern haben uns gezeigt, dass eine Rückkehr zum Präsenzunterricht und zur Betreuung in den Einrichtungen für eine gewisse Normalisierung des Alltags enorm wichtig ist.“ König fügt hinzu: „Wir sind alle erleichtert, diesen Schritt gehen zu können.“

Nürnberg: Umfangreiche Tests sollen bei der Teilöffnung für Sicherheit sorgen - sie sind jedoch freiwillig

Eine umfassende Test-Strategie für die Kinder und das pädagogische Fachpersonal sowie die Möglichkeit, bald auch Lehrkräften und Erzieher:innen Impfungen* anzubieten, habe die Führungsgruppe Katastrophenschutz in ihrer Entscheidung für die erneuten Öffnungen bestärkt.

Seit vergangener Woche können sich die Schüler:innen, für die es jetzt in den Wechselunterricht gehen wird, sowie Lehrkräfte, Erzieher:innen und das Personal der jeweiligen Einrichtungen im Testzentrum in der Nunnenbeckstraße 47 testen lassen. Die Testung auf Covid-19* mithilfe eines Antigen-Schnelltests* ist dabei kostenlos - und freiwillig. Minderjährige müssen allerdings eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten mitbringen, außerdem sollten FFP2-Maske* und ein gültiger Ausweis beim Besuch des Testzentrums nicht fehlen. Wer nicht direkt in Nürnberg wohnt, braucht zudem eine Schulbestätigung für den kostenlosen Test.

Zusätzlich zur Möglichkeit im zentralen Testzentrum soll es an den jeweiligen Schulen bald dezentrale Teststrategien geben: 96.000 dafür eingetroffene Schnelltests würden aktuell mit Hilfsorganisationen und niedergelassenen Ärzt:innen vorbereitet, heißt es von der Stadt.

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Schulöffnung in Nürnberg: So wird für Hygiene an den Schulen gesorgt

Klar ist: Kinder und Pädagog:innen müssen bei den Präsenzveranstaltungen auf den Mindestabstand von 1,5 Metern achten. Das Tragen von medizinischen Masken wird für die Kinder zwar empfohlen, ist jedoch nicht verpflichtend. Co2-Ampeln, Desinfektionsmöglichkeiten und Geräte zur Luftreinigung sollen die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts so sicher wie möglich gestalten.

Corona: So geht es in den Nürnberger Kindertagesstätten weiter

Auch die Kindertagesstätten sollen zum 1. März von der Notbetreuung wieder in einen eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Das heißt konkret: Es dürfen theoretisch wieder alle Kinder in die Kita. Auch hier wird mit Hygienekonzepten gearbeitet, Erzieher:innen wird dringend empfohlen eine medizinische Maske zu tragen. Wie in den Schulen soll für das Kita-Personal ebenfalls eine umfangreiche und regelmäßige Teststrategie greifen.

Wem es möglich ist, sein Kind zu Hause zu betreuen, der ist laut dem bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales aber auch weiterhin dazu angehalten, um Kontakte zu reduzieren. Wenn Einrichtungen auf Elternbeiträge für den März verzichten, weil Kinder das Betreuungsangebot weniger als fünf Tage beansprucht haben, sollen sie dafür eine pauschale Erstattung vom Freistaat erhalten - Details zu dieser Versprechung gibt es jedoch noch nicht. (eu) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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