Unweit eines NSU-Tatorts

Eklat bei Konzert in Nürnberg: Rapper zeigen Hitlergruß - und bedrohen Veranstalter

Bei einem Konzert in Nürnberg kam es zum Eklat: Ein Rapper zeigte den Hitlergruß und rief rechte Parolen - Veranstalter bricht Auftritt daraufhin ab.

Nürnberg - Drei Musiker sollen bei einem Konzert in Nürnberg rechtsradikale Parolen gerufen und den Hitlergruß gezeigt haben. Gegen die 26, 27 und 28 Jahre alten Verdächtigen wird wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Das Konzert fand am Sonntag in einer Jugendkultureinrichtung statt.

Nürnberg: Facebook-Post nach Hitler-Gruß-Eklat

Nach Angaben der Veranstalter riefen ein Rapper und seine Band „Sieg Heil“. „Daraufhin schalteten wir den Ton aus, brachen das Konzert ab und erteilten Hausverbote an die beteiligten Personen, was in Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber unserem Personal endete“, hieß es in einer Stellungnahme auf der Internetseite der Einrichtung. Als einer der Rapper später den Hitlergruß zeigte und erneut „Sieg Heil“ rief, riefen die Veranstalter die Polizei, wie Nordbayern.de berichtete.

Ort mit brutaler Vorgeschichte

Die Macher der Jugendeinrichtung betonten: „Wir akzeptieren keine nationalistischen, rassistischen, faschistischen oder antisemitischen Aussagen in unseren Räumlichkeiten. (...) Wir hätten niemals damit gerechnet, dass auf unserem Parkplatz - ca. 20 Meter entfernt wurde vor 13 Jahren Ismail Yasar vom NSU erschossen - jemand seinen rechten Arm streckt und „Sieg Heil“ schreit. Das macht uns fassungslos und wütend.“

Lesen Sie auch: In Oberfranken sind Keime ins Trinkwasser gelangt.

dpa

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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