Nach Tierrettung

Hund bei 35 Grad im Auto: Uneinsichtige Tierhalterin fordert Schadensersatz für Feuerwehreinsatz

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Gefährlich: Einen Hund bei Hitze im Auto lassen.

Wer bei großer Hitze einen Hund im Fahrzeug zurücklässt, muss einen Feuerwehreinsatz zur Befreiung des Tieres dulden - und dessen Folgen tragen.

Nürnberg - Eine Frau hatte ihren Hund bei großer Hitze im Auto gelassen. Die Feuerwehr hatte die Tür aufgebrochen und das Tier befreit. Die Hundehalterin muss den Einsatz dulden und dessen Folgekosten tragen. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat eine entsprechende Entscheidung des Landgerichtes Fürth bestätigt, indem sie der Berufung einer Hundehalterin keine Aussicht auf Erfolg einräumte. Das teilt das Oberlandesgericht am Montag mit.

Frau hatte Hund bei 35 Grad im Wohnmobil gelassen

Die Frau hatte ihren Yorkshire-Terrier im August 2018 bei Außentemperaturen um 35 Grad Celsius in einem Wohnmobil zurückgelassen, um am Nachmittag ein Fußballspiel zu besuchen. Ein Passant rief die Polizei.

In Wolfratshausen kam es wegen eines eingesperrten Hundes zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Frauen

Hund im Fahrzeug: Tierhalterin muss Schaden selbst bezahlen

Die Beamten haben zunächst erfolglos versucht, den Hund über die geöffnete Dachluke zu befreien, mussten dann aber die Feuerwehr zu Hilfe holen, um die Tür aufzubrechen. Den durch den Aufbruch entstandenen Schaden in Höhe von 2256 Euro wollte die Tierhalterin von der Stadt Fürth zurückhaben.

Hundehalterin klagt gegen Feuerwehr nach Tierrettung

Die Frau klagte dagegen und argumentierte, es habe keine Gefährdung des Tieres gegeben. Der Hund habe über die Dachluken ausreichend Frischluft erhalten. Außerdem sei er mit Wasser und Eiswürfeln versorgt gewesen.

Das Gericht in Fürth wies die Klage zurück. Der Feuerwehreinsatz sei schon deswegen rechtmäßig erfolgt, weil es eine Anscheinsgefahr für eine Tierwohlgefährdung gegeben habe. Ein von der Frau gefordertes Sachverständigengutachten zur Klärung der Frage, ob es diese Gefährdung tatsächlich gegeben habe, sei deshalb nicht nötig.

In Pöcking (Kreis Starnberg) ist ein Hund ist gestorben, nachdem er mindestens eine halbe Stunde lang in einem überhitzten Auto eingesperrt war. Die Umstände sind dramatisch, die Tierhalterin (42) aus Pöcking erwartet nun eine Strafanzeige. 

In Holzkirchen (Kreis München) starb ebenfalls ein Hund, bei Gluthitze mit Temperaturen über 30 Grad.

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