Druckerei schließt Ende April

Nürnberger Prinovis-Areal soll zu „Raum der Bildung“ und „Standort für Hightech“ werden

Produktion des Quelle-Katalog in der Prinovis-Druckerei (2009)
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Die Prinovis-Druckerei schließt zum Ende des Monats. (Archivfoto)

Die Stadt Nürnberg hat einen großen Teil des Prinovis-Areals erworben. Auf dem alten Druckerei-Gelände soll ein „Raum der Bildung“ entstehen.

Nürnberg - Die Stadt Nürnberg hat rund die Hälfte des alten Prinovis-Areals erworben. Am Mittwoch (7. April) wurde der Kauf mit einem notariellen Vertrag besiegelt: Fünf der insgesamt zehn Hektar Grundstück an der Breslauer Straße im Stadtteil Langwasser gehören nun der Stadt. 

Nürnberg: Auf altem Prinovis-Areal soll ein Schulzentrum entstehen 

Die zur Bertelsmann-Gruppe gehörende Prinovis GmbH & Co. KG gab im Frühjahr bekannt, dass sie die auf dem Areal ansässige Druckerei zum 30. April 2021 schließen werde. Die Stadt Nürnberg* will den freiwerdenden Raum nutzen, um dort ein Schulzentrum zu errichten, wie es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus heißt. 

Dr. Michael Fraas, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt, erklärt in einem Statement: „Mit der Schließung der Prinovis-Druckerei zum Ende dieses Monats geht eine 70-jährige Ära in Langwasser zu Ende.“ Man wolle nun die Weichen in Richtung Zukunft stellen und den östlichen Teil des Areals zu einem „Raum für Bildung“ entwickeln. 

Nürnberg: Prinovis-Areal eigne sich „perfekt“ als Schulstandort

Cornelia Trinkl, Schul- und Sportreferentin der Stadt Nürnberg*, kündigt an, dass auf dem Areal drei Schulen entstehen sollen. „Sukzessive werden zunächst eine Berufsbildende Schule, dann ein Gymnasium und eine Realschule errichtet.“ Durch seine zentrale Lage und die gute öffentliche Anbindung eigne sich das Areal „perfekt“ als Schulstandort. Der Start der Entwicklung des Schulzentrums ist auf das zweite Quartal 2022 angesetzt.  

Nürnberg: Auch neue TU profitiert von Prinovis-Areal 

Die übrigen rund 4,4 Hektar Fläche werden durch einen privaten Investor als Gewerbestandort weiterentwickelt. Der Fokus soll auf hochwertigem Gewerbe, Hightech und Büros liegen. Auch die neue Technische Universität Nürnberg profitiert von den Entwicklungen des Areals. „Der gewerbliche westliche Teil des Prinovis-Areals liegt nur vier U-Bahnstationen vom künftigen Campus der Technischen Universität Nürnberg“, erklärt Dr. Fraas. „Daraus ergeben sich Perspektiven für wissensintensive, hochschulaffine und forschungsnahe Unternehmen oder Start-ups aus der Hightech-Branche, die gezielt die Nähe zur Universität suchen.“ *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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