„Nacht-und-Nebel-Aktion“

Mysteriöses Gipfel-Symbol plötzlich verschwunden: Wurde es gestohlen? Polizei steht vor Rätsel

Das Oberallgäu ist um eine Attraktion ärmer. Eine freizügige Holzskulptur wurde in einer „Nacht-und-Nebel-Aktion“ vom Gipfel eines Berges entwendet.

  • Unbekannte haben eine zwei Meter hohe Holzfigur vom Gipfel des Grünten gestohlen.
  • Von dem Kunstwerk sind nur noch der Stumpf und Holzspäne übrig geblieben.
  • Die Polizei hat jetzt ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Rettenberg - Das „Kulturdenkmal“ auf der Spitze des Grünten im Oberallgäu (Landkreis Rettenberg) ist gestohlen worden. Oder vielleicht auch nicht. Die Polizei ermittelt zwar, was mit der zwei Meter großen Holzfigur in Form eines männlichen Geschlechtsteils passiert ist. Man sei sich aber nicht sicher, ob tatsächlich eine Straftat begangen worden ist.

Holzskulptur im Allgäu verschwunden: Über Nacht einfach abgesägt worden

„Jemand muss ihn in einer Nacht-und-Nebel-Aktion umgesägt haben“, sagte die Pächterin der nahen Grüntenhütte der Allgäuer Zeitung am Montag. Von dem hölzernen Phallussymbol seien nur noch der Stumpf und ein paar Sägespäne übriggeblieben. Nun hat die Polizei in Kempten pro forma ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei der Behörde rätselt man noch, wie es der oder die Unbekannten geschafft haben, die massive Skulptur den 1738 Meter hohen Berg mitten in der Nacht hinunter zu transportieren.

Ein weiteres Rätsel, für die Beamten und zahlreiche Besucher des Grünten, ist, wer die Figur ursprünglich dort aufgestellt hat. Der Eigentümer ist nicht bekannt. Ergo gebe es auch keinen Geschädigten. Vielleicht habe der Eigentümer die Holzskulptur selbst abgeholt, rätselt Polizeisprecher Holger Stabik. Dennoch betonte Stabik: Es werde jedem Hinweis nachgegangen - bislang lägen aber keine vor.

Holzskulptur im Allgäu verschwunden: Bürgermeister traurig über den Verlust

Nicht nur die Wanderer sind über das Verschwinden der Figur traurig. Auch Rettenbergs Bürgermeister Nikolaus Weißinger findet den Verlust der Sehenswürdigkeit schade, sagte er br24.de. Viele Menschen hätten Freude an der Skulptur gehabt und Lachen sei in diesen schweren Zeiten besonders wichtig. Beschwerden gab es wegen der freizügigen Statue noch nie und deshalb hofft Weißinger, dass die von Google Maps als „Kulturdenkmal“ bezeichnete Holzfigur, bald ersetzt wird. Erst vor kurzem war das Kunstwerk bereits in den Medien. Das Zwei-Meter-Ungetüm wurde umgeworfen. Der Wirt von der Grüntenhütte vermutete damals, dass es Kühe umgeworfen haben, die sich daran gerieben haben. (tel)

Auch in Niederösterreich gibt es eine derartige Holzskulptur unterhalb des Gipfels des Ötschers.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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