Start womöglich im Mai

„Rettet die Bienen!“ - Kommt jetzt ein bayerisches Volksbegehren?

Die Biene gilt mittlerweile als gefährdete Insektengruppe. Die ÖDP will nun den bayerischen Staat beim Schutz der Bienen in die Pflicht nehmen.

München - Im Kampf gegen das Artensterben will die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Bayern ein Volksbegehren ins Leben rufen. Abgestimmt werden soll über einen Gesetzentwurf mit dem Arbeitstitel „Rettet die Bienen!“, der unter anderem ein Netzwerk aus Biotopen vorschreibt, sagte Landeschef Klaus Mrasek der Deutschen Presse-Agentur in München. „Viele Biotope sind heute isoliert. Der genetische Austausch fällt weg und Arten sind plötzlich ausgestorben.“ 

Dabei gehe es etwa auch um den Erhalt von Bienen zur Bestäubung. Lehrpläne in der landwirtschaftlichen Ausbildung sollen ebenfalls umgestellt werden. „Wir wollen so das Artensterben aufhalten und im besten Fall vielleicht sogar umkehren.“

Ab Mai könnten Unterschriften gesammelt werden

Geplant ist der Start der Unterschriftensammlung im Mai, wie Mrasek weiter sagte. Mit einem Volksbegehren können Bürger in Bayern Gesetze initiieren. Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen zehn Prozent der Wahlberechtigten im Freistaat Unterschriftenlisten unterzeichnen, um anschließend einen Volksentscheid zu erzwingen.

„Auch staatliche Flächen müssen ökologisch bewirtschaftet werden“, mahnte der ÖDP-Landeschef. So müssten auch bei Ausgleichflächen etwa alte Pflanzensorten angebaut und auf diese Weise bewahrt werden. Die CSU-Staatsregierung tue hier bislang zu wenig, obwohl das Problem schwindender Artenvielfalt in Deutschland weitläufig bekannt sei.

Lesen Sie auch: Im Winter 2017 starben so viele Bienen wie nie

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Patrick Pleul

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Betrunkene Polizisten greifen Asylbewerber in McDonald‘s-Restaurant an
Betrunkene Polizisten greifen Asylbewerber in McDonald‘s-Restaurant an
Radfahrer von Zug erfasst: 46-Jähriger tot
Radfahrer von Zug erfasst: 46-Jähriger tot
Junger Motorradfahrer verunglückt tödlich
Junger Motorradfahrer verunglückt tödlich
Bürgermeister bricht mitten in Stadtratssitzung zusammen - Notarzt kann ihn nicht mehr retten
Bürgermeister bricht mitten in Stadtratssitzung zusammen - Notarzt kann ihn nicht mehr retten

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.