Passau

Tod in Kleingartenanlage: Vier Jahre Haft gefordert

Passau - Ein banaler Streit zwischen zwei Männern eskaliert. Aus einem Gerangel wird ein Kampf auf Leben und Tod, ein 54-Jähriger stirbt. Der Überlebende soll mit vier Jahren Haft büßen, fordert die Staatsanwaltschaft.

Im Prozess um einen tödlichen Streit in einer Kleingartenanlage hat die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von vier Jahren gefordert. Die Anklagevertretung sah den Rentner am Dienstag vor dem Landgericht Passau in einem minderschweren Fall des Totschlags für überführt an. Die Verteidigung beantragte Freispruch, weil sie eine Notwehr-Situation erkannte. Das Urteil soll am kommenden Dienstag (18. Oktober) verkündet werden.

Im vergangenen März war der anhaltende Streit zwischen den beiden Kleingärtnern eskaliert. Dabei wurde der 54-Jährige getötet. "Im Laufe der Auseinandersetzung gewann der Angeklagte irgendwann die Oberhand, saß auf dem Gegner, der auf dem Bauch lag", beschrieb der Staatsanwalt die Tat. "Bei Beginn dieses Drosselns handelte der Angeklagte mit Tötungsvorsatz."

Nebenkläger in dem Prozess war der 16 Jahre alte Sohn des Opfers. Dessen Anwalt sagte: "Neben der juristischen Schuld hat der Angeklagte sich auch moralisch schuldig gemacht gegenüber dem Nebenkläger. Kein Wort des Bedauerns, des Mitleids hat er seit sieben Monaten gegenüber einem jungen Mann geäußert, der seinen Vater verloren hat." In ihrer Strafforderung schloss sich die Nebenklage-Vertretung dem Antrag der Staatsanwaltschaft an.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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