Gastronomie wird bevorzugt

Regensburger Kulturszene ist enttäuscht über Corona-Regeln - Söder nimmt das Thema mit zur MPK

Die Kulturszene in Regensburg leidet unter den Corona-Maßnahmen. Hier das Stadttheater am Bismarckplatz.
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Die Kulturszene in Regensburg leidet unter den Corona-Maßnahmen. Hier das Stadttheater am Bismarckplatz.

Der Frust über die Corona-Restriktionen wird immer größer, vor allem aus den Reihen der Kulturszene. Zwei Regensburger Kulturschaffende verstehen die Ungleichbehandlung nicht. 

Regensburg – Immer wieder taucht ein Fünkchen Hoffnung auf, wird größer – und erstickt im Keim. Monat für Monat hoffen Menschen der Kulturszene auf Lockerungen. Zwar gibt es dieses Mal keine Beschränkungen, aber die Lockerungen bleiben auch aus. Das hat das bayerische Kabinett in einer Sitzung am Montag (17. Januar) beschlossen. Der Grund: „Eine etwas unklare Lage bei den Hospitalisierungen“, wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet. Regensburger* aus der Kulturszene lassen ihrem Frust freien Lauf. 

Regensburg: Kulturszene fühlt sich ungerecht behandelt 

Denn Veranstaltung der Kulturszene dürfen nach wie vor bis maximal 25 Prozent der regulären Zuschauerzahl ausgelastet werden. Das fällt in Räumlichkeiten wie dem Regensburger Statt-Theater in der Winklergasse auf. Hier sind aktuell 18 Personen zugelassen. Peter Nikisch, der Inhaber, ist enttäuscht: „Nach zwei Jahren nimmt unser Verständnis ab. Alle Vorgaben werden eingehalten, man hat in Luftfilter und anderes investiert, aber es tut sich nichts. Das frustriert.“ In seinem Fall sieht es eng aus, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Selbst wenn die Auslastung auf 50 Prozent erhöht werde, könne er den Abstand von 1,50 Metern nicht mehr einhalten. 

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Der Inhaber des Garbo Kinos, Achim Hofbauer, kennt das Problem. Er darf zurzeit nur 46 Gäste statt 185 begrüßen. „Ich dachte schon, dass sich für uns etwas ändert. Andernorts geht es ja auch. In der Gastronomie beispielsweise gilt weiterhin 2G. Da ist es doch mehr als unfair, dass sich die Kulturbranche mit 2G-Plus abfinden muss.“ Er ist der Meinung, dass die Theater und Kinos sicherer in Bezug auf die Verbreitung des Coronavirus* sind als Lokale: „Schon alleine, weil unsere Räume größer sind.“ 

Regensburg: Inhaber fordern eine Perspektive 

Nikisch äußert sich frustriert: „Für die Gastronomen freut es mich ja, aber es kann doch nicht sein, dass es in Gaststätten möglich ist, an einem großen Tisch zu zehnt ohne Maske zu sitzen und bei uns im Theater dürfen diese zehn Leute nicht nebeneinandersitzen. Und müssen auch noch Maske tragen“, wie er der Mittelbayerischen Zeitung sagt. Die beiden Inhaber erwarten von der Politik eine Perspektive. 

Der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat „für die nächsten Tage“ Beratungen angekündigt, ob die Corona-Regeln für Kulturstätten verändert werden können. Auch Ministerpräsident Markus Söder* (CSU) will das Thema in der Bund-Länder-Runde am Montag (24. Januar) besprechen. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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