Technischer Defekt

Schaeffler-Werk: Missglücktes Experiment löste Explosion aus

Eltmann – Nach der Explosion in einem Schaeffler-Werk in Unterfranken ist die Ursache geklärt: Bei einem Experiment war es zu einem technischen Defekt gekommen, der einen chemischen Prozess ausgelöst hat.

Die folgenschwere Explosion in einer unterfränkischen Fabrik des Autozulieferers Schaeffler ist durch ein missglücktes Experiment ausgelöst worden. In einem Versuchsaufbau zur Vorreinigung von Industriesalzen sei es zu einem technischen Defekt gekommen, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken am Dienstag mit. Dies habe dann einen chemischen Prozess ausgelöst, der letztendlich die Explosion verursacht habe. Bei dem Unglück in dem Werk in Eltmann (Landkreis Haßberge) waren am Montag laut Polizei mindestens 13 Menschen verletzt worden, mehrere von ihnen schwer. Das Unternehmen sprach sogar von 23 verletzten Mitarbeitern.

Die Explosion in dem Werk in Eltmann (Landkreis Haßberge) hatte sich am Montagvormittag in einer Salzreinigungsanlage ereignet. Kurz nach der Explosion kam es zudem zu einem kleinen Feuer. Die Rettungskräfte rückten mit einem Großaufgebot an. Laut Polizei bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.

90 Prozent der Produktion laufen bereits wieder

In dem Werk in Eltmann arbeiten dem Konzern zufolge etwa 480 Menschen im Drei-Schicht-System. Am Dienstag liefen bereits rund 90 Prozent der Produktion wieder. Nur der durch die Explosion beschädigte Bereich ist nach wie vor abgesperrt. Am Standort werden Wälzlager hergestellt. Am Ort der Explosion, der Salzreinigungsanlage, werden mit Hilfe von heißen Industriesalzen Schleifmittel für die Produktion wieder aufbereitet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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