Wiesentheid-Prozess

Schlosspark-Attacke: Täter soll 14 Jahre hinter Gitter

Würzburg - 14 Jahre Haft fordert die Staatsanwaltschaft für den Mann, der seine Ex-Freundin mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt haben soll.

Für den Mordversuch an seiner Ex-Freundin soll der Haupttäter der Schlosspark-Attacke von Wiesentheid nach dem Willen der Staatsanwaltschaft 14 Jahre ins Gefängnis. Der Oberstaatsanwalt forderte diese Strafe am Donnerstag in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Würzburg. 

Der 20-Jährige sei voll schuldfähig und seine Strafe sei auch nicht zu mildern, weil sein Opfer überlebt habe. Als die heute 23-Jährige im Schlosspark von Wiesentheid in Unterfranken gefunden worden sei, sei sie „mehr tot als lebendig“ gewesen. Zuvor hatte ein psychiatrischer Gutachter am Montag für eine mildere Strafe plädiert. Er sei nach dem Beziehungs-Aus depressiv gewesen. 

Den 19 Jahre alten Komplizen, der mit vor Gericht stand, sah der Staatsanwalt als Mittäter bei dem versuchten Mord. Er hatte die Vorwürfe im Dezember teilweise eingeräumt. Seiner Aussage nach habe er die junge Frau im Januar 2016 in den Park gelockt und die Tat aus „lebensverachtender Sensationslust“ nicht verhindert - weil er habe zuschauen wollen. Die Anklage forderte für ihn neun Jahre Gefängnis und die anschließende Einweisung in eine Erziehungsanstalt.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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