Schnee und Glätte führen in Bayern zu zahlreichen Unfälle

Autofahrt im Winter
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Ein Auto fährt hinter einem schneebedeckten Zweig über die Straße.

Schneefall und glatte Straßen haben in weiten Teilen Bayerns zu Unfällen geführt. Mehrere Menschen sind dabei verletzt worden.

München - Schnee und Glätte haben in Bayern am Wochenende zu zahlreichen Unfällen geführt. Mehrere Menschen wurden dadurch verletzt - die meisten von ihnen nur leicht, teilweise aber auch schwer, wie die Polizei berichtete.

In großen Teilen Bayerns war seit Freitagabend Schnee gefallen, der hatte die Straßen mitunter in Rutschbahnen verwandelt. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag ankündigte, werden bis Sonntag weitere Schneefälle erwartet - von einigen Zentimetern im Donauraum bis zu 30 Zentimetern und mehr im Gebirge.

Der Lawinenwarndienst berichtete, dass durch den Neuschnee eine große Lawinengefahr im Osten des Alpenraums bestehe. An einzelnen Orten der Region wurde am Samstag die Warnstufe vier, die zweithöchste, erreicht.

Beim schwäbischen Bad Wörishofen kam am Samstag eine 36 Jahre alte Frau auf schneebedeckter Straße zunächst von der Straße ab und fuhr dann auf die Gegenfahrbahn, wo es zum Frontalzusammenstoß kam. Die Frau wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, der 60-Jährige in dem anderen Auto wurde leicht verletzt.

Bereits am Freitagabend war die Autobahn 73 bei Meeder (Landkreis Coburg) aufgrund zwei aufeinanderfolgender Unfälle für mehr als eine Stunde gesperrt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Ein Mann hatte auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto mit Anhänger verloren und fuhr auf der linken Seite in die Leitplanke.

Durch den Aufprall wurde der Anhänger abgerissen und in den Straßengraben geschleudert. Ein kurz darauf auf die Unfallstelle zufahrendes Auto bremste ab. Jedoch konnte ein dahinter fahrender Wagen nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte in das vorausfahrende Auto. Verletzt wurde niemand.

Auf der Autobahn 72 bei Trogen (Landkreis Hof) kam ein Lastwagen am Samstagmorgen auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und touchierte dabei mehrere Schutzplanken. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Es entstand ein Sachschaden von 70.000 Euro, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Auch auf der Autobahn 9 bei Münchberg (Landkreis Hof) kam es zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Streufahrzeug. Beide Fahrzeuge wollten die Autobahnausfahrt nehmen, wobei sie zusammenstießen. Dabei wurde der Tank des Lastwagens aufgerissen und es liefen etwa 100 Liter Diesel aus. Die Autobahn war während der Bergung für mehrere Stunden nur einspurig befahrbar.

Einer 20 Jahre alten Autofahrerin bei Michelau (Landkreis Lichtenfels) wurde die schneeglatte Fahrbahn ebenfalls zum Verhängnis. Sie verlor in einer Kurve die Kontrolle über ihr Auto und rutschte in den Gegenverkehr. Dort stieß sie frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Bei dem Unfall wurde nach Angaben der Polizei glücklicherweise niemand verletzt.

Ein 20 Jahre alter Mann kam bei Pretzfeld (Landkreis Forchheim) aufgrund des starken Schneefalls in einer Kurve ins Schleudern und landete im Graben. Dabei wurde er leicht verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Auch ein 58-jähriger Mann kam aufgrund der Schneeglätte am Freitagabend bei Langdorf (Landkreis Regen) von der Fahrbahn ab. Er prallte mit seinem Auto gegen einen Leitungsmasten, der dadurch beschädigt wurde. Gegen ihn wird nun wegen der Störung der Telekommunikationsanlagen ermittelt, so die Polizei am Samstag. dpa

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