Schwerer Unfall am Flugplatz Haßfurt-Schweinfurt

Mann (60) von Hubschrauber-Rotor getötet - jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

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Ein beschädigter Bundeswehr-Transporthubschrauber vom Typ Sikorsky CH-53 steht neben dem beschädigten Tower. Bei einem Unfall mit einem Hubschrauber der Bundeswehr ist auf dem Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt ein 60 Jahre alter Flugplatzmitarbeiter getötet worden.

Ein Transporthubschrauber der Bundeswehr ist am Flugplatz Haßfurt-Schweinfurt mit einem Tower kollidiert. Ein Mann kam dabei auf tragische Weise ums Leben.

Update, 12. 4., 9.15 Uhr: Flugplatz wieder in Betrieb

Der Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt ist nach dem tödlichen Unfall mit einem Bundeswehr-Hubschrauber wieder in Betrieb. Nach Angaben des Landratsamts Haßberge vom Donnerstag wurde der Flugplatz am späten Nachmittag wieder vollumfänglich geöffnet.

Update, 11.4, 15 Uhr: Staatsanwaltschaft Bamberg ermittelt

Nach dem tödlichen Unfall mit einem Bundeswehr-Hubschrauber ist der Flugverkehr auf dem Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt noch immer eingestellt. Unter anderem stünden noch gründliche Reinigungsarbeiten an, sagte ein Flugplatzmitarbeiter am Mittwoch. So müssten die Landebahn sowie die Rollwege zunächst gekehrt und gereinigt werden, bevor dort wieder Flugzeuge starten und landen können.

Am Montag war ein Transporthubschrauber der Bundeswehr auf dem Flugplatz im Landkreis Haßberge gelandet, um zu tanken. Beim Rollen zur Tankstelle trafen die laufenden Rotorblätter den Tower. Daraufhin flogen Teile des Rotors durch die Luft und trafen den im Freien stehenden 60-Jährigen. Der schwerverletzte Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er später starb. Die vierköpfige Hubschrauberbesatzung blieb unverletzt.

Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Bamberg; sie hatte einen Experten für Flugunfälle in die Ermittlungen eingebunden. „Die Ermittlungen laufen noch. Wir sammeln jetzt alle Unterlagen zusammen, die der Sachverständige braucht, um ein aussagekräftiges Gutachten zu erstellen“, sagte ein Gerichtssprecher dazu. Die Bundeswehr ermittele mit Blick auf die Flugsicherheit ebenfalls zum Unfallhergang.

Der Hubschrauber steht den Angaben zufolge noch in Haßfurt und wartet auf seinen Abtransport. Aufgrund der kaputten Rotorblätter ist er flugunfähig.

Auf dem Flugplatz gibt es im Jahr üblicherweise zwischen 14.000 und 16.000 Starts und Landungen von Freizeit- und Geschäftsflugzeugen.

Erstmeldung: Bundeswehr-Heli kollidiert mit Tower - Mann stirbt auf tragische Weise

Haßfurt - Bei einem Unfall mit einem Hubschrauber ist auf dem Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt ein 60 Jahre alter Flugplatzmitarbeiter getötet worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, hatte der Transporthubschrauber der Bundeswehr am Vortag eine Zwischenlandung eingelegt, um zu tanken. 

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Beim Anrollen zur Tankstelle stießen die laufenden Rotorblätter gegen den Tower und Trümmerteile flogen durch die Luft, die den Flugplatzmitarbeiter trafen. Der schwer verletzte 60-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er später starb. Die vierköpfige Hubschrauberbesatzung blieb unverletzt.

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Neben dem Hubschrauber und dem Tower wurden auch andere Gebäude sowie stehende Flugzeuge durch umherfliegende Trümmerteile zum Teil erheblich beschädigt. Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen in die Millionen gehen. Der Flugbetrieb auf dem Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt wurde bis auf weiteres eingestellt, die Schweinfurter Kripo und Staatsanwaltschaft Bamberg ermitteln.

dpa

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