14 Personen wurden verletzt

Nach Tod von Familienvater bei Einsturz von Autobahnbrücke - Ingenieure angeklagt

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Ein Konstruktionsfehler brachte eine Brücke zum Einsturz.

Vor drei Jahren stürzte eine Autobahnbrücke bei Schweinfurt/Werneck in Unterfranken ein. Jetzt beginnt der Prozess gegen drei Ingenieure vor dem Amtsgericht.

Update 7. Oktober 2019, 10.45 Uhr: Nach dem tödlichen Einsturz der Autobahnbrücke in Unterfranken vor mehr als drei Jahren kommt es jetzt zum Prozess. Dabei sind drei Ingenieure angeklagt, wie ein Sprecher des Amtsgerichts am Montag sagte. Die Männer seien wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt. Ein Bauarbeiter - ein zweifacher Familienvater starb, 14 Personen wurden verletzt. Insgesamt sind zunächst 13 Tage für den Prozess angesetzt. Das Urteil könnte im Februar fallen.

Schweinfurt/Bayern: Erstmeldung vom 18.09.2018 - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ingenieure

Schweinfurt/Werneck - Mehr als zwei Jahre nach dem teilweisen Einsturz einer Autobahnbrücke in Unterfranken hat die Staatsanwaltschaft Schweinfurt Anklage gegen drei Ingenieure erhoben. Die Männer müssen sich nach Angaben vom Dienstag wegen fahrlässiger Tötung in einem Fall und fahrlässiger Körperverletzung in 14 Fällen verantworten. Sie sollen den Einsturz verursacht haben, weil sie nicht sorgfältig genug beim Erstellen beziehungsweise Prüfen der statischen Berechnungen gearbeitet hätten.

Die Brücke stürzte wegen einem Konstruktionsfehler ein 

Am 15. Juni 2016 war ein frisch betoniertes Teil der im Bau befindlichen Schraudenbach-Talbrücke der A7 zwischen der Raststätte Riedener Wald und dem Kreuz Schweinfurt/Werneck eingestürzt. Mehrere Bauarbeiter wurden bis zu 26 Meter in die Tiefe gerissen. Ein Arbeiter - ein Vater von zwei Kindern - wurde getötet. 14 weitere Menschen wurden verletzt.

Der Grund für den teilweisen Einsturz der neu gebauten Brücke ist einem Gutachten zufolge ein Konstruktionsfehler. Dem Bericht einer Sachverständigen zufolge hatte eine Gerüststütze dem Gewicht der Brückenkonstruktion nicht mehr standgehalten, weshalb das Traggerüst einstürzte.

Ob die Anklage zugelassen und es zu einem Prozess kommen wird, entscheidet das Landgericht Schweinfurt.

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dpa

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