Beben in Bayern

Söders CSU stürzt in Umfrage schwer ab: „Absolute Mehrheit in weite Ferne gerückt“

Eine Umfrage mit Wirkung für die Partei von Markus Söder: Die CSU ist auf 36 Prozent gefallen und würde damit sogar ihre Regierungsmehrheit mit den Freien Wählern verlieren.

München - Schlechte Nachrichten für die Partei von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder*. Die CSU* ist einer Umfrage des Instituts Insa zufolge in der Wählergunst auf ein Tief von 36 Prozent gefallen.

Im aktuellen Bayern-Trend, der im Auftrag der Bild erstellt wurde, kamen demnach Bündnis 90/Die Grünen* auf 24 Prozent. SPD*, Freie Wähler und AfD* liegen gleichauf bei neun Prozent.

Partei von Söder im Umfragetief: CSU und Freie Wähler könnten Regierungsmehrheit verlieren

Für die CSU bedeutete dies einen Verlust von zehn Prozentpunkten im Vergleich zum Bayern-Trend im Januar. Die Grünen konnten um sechs Punkte zulegen, die AfD um zwei, die Freien Wähler um einen Prozentpunkt. Die SPD blieb konstant.

Nach den aktuellen Umfragewerten würden CSU und Freie Wähler sogar ihre Regierungsmehrheit verlieren. Söders Partei könnte lediglich eine Koalition mit den Grünen bilden. Gegen die CSU wäre ein Bündnis aus Grünen, SPD, Freien Wählern und der FDP* möglich, die auf sieben Prozent kam und damit um zwei Punkte über ihrem Januar-Ergebnis liegt.

Söders CSU stürzt bei Umfrage ab: „Die absolute Mehrheit ist für die CSU in weite Ferne gerückt“

„Die CSU fällt in Bayern unter ihr Landtagswahlergebnis. Nur noch gut jeder dritte Wähler stimmt für die Partei des Ministerpräsidenten“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert zu den Umfrageergebnissen. „Die absolute Mehrheit ist für die CSU in weite Ferne gerückt.“

Für den Bayern-Trend wurden vom 22. bis 27. April insgesamt 1400 Bürger:innen in Bayern online befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt den Angaben zufolge bei maximal 2,6 Prozentpunkten nach unten oder oben.

Kampf um Kanzlerkandidatur zwischen Söder und Laschet Schuld an Umfragetief der CDU und CSU?

Möglicherweise ist der Kampf um die Kanzlerkandidatur für das CSU-Umfragtief verantwortlich. Immerhin fielen CDU/CSU kurz nach der Bekanntgabe von Armin Laschet als Kanzlerkandidat im RTL-Trendbarometer im Vergleich zur Vorwoche um sechs Prozentpunkte auf nur noch 21 Prozent. Im Kampf um die Kandidatur hatte Söder regelmäßig vor dem CDU-Vorsitzenden gelegen.(kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa/dpa-Bildfunk

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