Fahrlässige Tötung

Zugunglück von Bad Aibling: Fahrdienstleiter fordert vorzeitige Entlassung

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Am 9. Februar 2016 waren zwei Nahverkehrszüge in Bad Aibling zusammengestoßen.

Vor zwei Jahren geschah das Zugunglück in Bad Aibling. Der zuständige Fahrdienstleiter wurde damals verurteilt. Jetzt fordert er eine frühere Entlassung aus dem Gefängnis.

Traunstein - Zwei Jahre nach dem Zugunglück von Bad Aibling will der verurteilte Fahrdienstleiter früher aus dem Gefängnis entlassen werden. Der Mann habe über seinen Anwalt einen Antrag zur vorzeitigen Entlassung für den 9. März gestellt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Traunstein am Freitag. Zuerst hatte Antenne Bayern darüber berichtet.

Der Antrag wird dem Sprecher zufolge gerichtlich geprüft. Die Entscheidung werde wohl innerhalb der nächsten 14 Tage fallen. Sollte das Gericht dem Antrag entsprechen, wird der Rest der Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt.

Schwere Vorwürfe wurden auch gegen die Deutsche Bahn erhoben. Der Rechtsanwalt von 19 Hinterbliebenen kritisierte stark das Vorgehen des Konzerns. Und setzt sich, wie Rosenheim24.de* berichtet, immer noch stark für die Hinterbliebenen der Opfer ein, und fordert von der Deutschen Bahn eine symbolische Entschuldigung durch die Zahlung eines Einmalbetrages.

Beim Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge am 9. Februar 2016 waren 12 Menschen ums Leben gekommen, 89 Insassen wurden verletzt. Das Landgericht Traunstein hatte den zuständigen Fahrdienstleiter der Bahn am 5. Dezember 2016 wegen fahrlässiger Tötung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mann hatte - vom verbotenen Handyspielen abgelenkt - Signale falsch gestellt.

dpa/lby

*Rosenheim24.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Zentralredaktion.

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