Schlimmer Unfall auf A3

Unfassbar! Hier stirbt ein Familienvater - und Gaffer zeigen Helfern den Stinkefinger

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Ein Foto vom Unfallort.

Schreckliches Ende einer Urlaubsfahrt: Nach dem Tod eines Familienvaters bei einem Unfall auf der Autobahn in Oberfranken ringen die Ärzte weiter um das Leben seiner Ehefrau und seines Sohnes.

Schlüsselfeld  - Am Freitagmittag war an einem Stauende auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Schlüsselfeld und Geiselwind ein Sattelzug in das Wohnmobil der Familie aus Belgien gefahren. Der Vater war sofort tot, Frau und Sohn wurden schwerst verletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Ob die Familie bereits auf dem Heimweg war oder noch weiter Urlaub machen wollte, wurde nicht bekannt.

Gaffer werden zum großen Problem

Auf der Gegenseite der Autobahn bildete sich erneut ein kilometerlanger Stau durch Gaffer. Von 15 Kilometern berichtet otz.de.

Die Zeitung berichtet weiter, dass Autofahrer stehengeblieben seien, die Handys rausgeholt hätten und den Unfall fotografiert hätten. Feuerwehr-Einsatzleiter Georg Krug verweist auf eine erhöhte Gefahr von Folgeunfällen.

Besonders unfassbar: Dem Bericht zufolge wurde Einsatzkräften der Stinkefinger von Gaffern gezeigt! Nachdem die Feuerwehrler verständlicherweise verärgert auf diese reagiert hatten. Die Einsatzkräfte stellten Kameras gegen Gaffer auf - die brachten wohl nur bedingt etwas.

Es werde noch geprüft, ob gegen die Schaulustigen ermittelt werden könne, hieß es am Samstag bei der Polizei. Gegen den 61 Jahre alten Fahrer des Sattelzuges werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

Das Wohnmobil der Belgier, das im Schritttempo auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war, wurde bei dem Unfall völlig zerstört. Die Wucht des Sattelzuges schob es auf ein davor fahrendes Wohnmobil. Dieses wiederum stieß gegen einen Pkw, der daraufhin mit einem weiteren Wagen kollidierte. Dieser krachte in die Leitplanke. Es dauerte am Freitag fast acht Stunden, bis die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.

Bilder

Gaffer sind immer wieder ein Problem bei Unfällen. Unlängst haben wir den Wutbrief eines Helfers veröffentlicht.

dpa/lin

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