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Unwetter in Bayern: Baum begräbt fünf Autos in München unter sich

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Es wird ungemütlich: Wetterexperten rechnen für die kommenden Tage mit stürmischem Winterwetter und gefährlicher Glätte. Der DWD warnt nun vor schwerem Gewitter mit Orkanböen.

Update 17.52 Uhr: Die Bilanz des schweren Sturms am Donnerstag im Landkreis hat es in sich. Lesen Sie hier unsere ausführliche Zusammenfassung.

Update 14.34 Uhr: In München sind wegen des Unwetters einige der städtischen Friedhöfe gesperrt, wie die Stadt mitteilt. Diese Maßnahme sei unumgänglich, da sowohl Bäume auf den Wegen liegen als auch abgebrochene Äste in den Baumkronen hängen. Wie lange es dauert, bis die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind, kann die Stadt noch nicht abschätzen.

Update 14.18 Uhr: In München-Laim hat der Sturm einen großen Baum zum Umstürzen gebracht. Der etwa 25 Meter hohe Baum krachte gegen 9.30 Uhr auf eine Straße am Agnes-Bernauer-Platz und beschädigte dort fünf geparkte Fahrzeuge - bei zweien davon stellte die Feuerwehr hinterher Totalschaden fest. Personen wurden nicht verletzt, allerdings musste ein zweiter Baum gefällt werden, der durch den Sturm ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mit Hilfe des Krans und der Drehleiter der Feuerwehr wurde der Baum Stück für Stück zerkleinert und abgetragen.

Update 12.15 Uhr: Die Feuerwehr München meldet, dass in der Ottobrunner Straße gegen 8 Uhr ein Gerüst, das fest an einem Gebäude verbaut war, vom Wind zum Einsturz gebracht wurde. Zwei Bauarbeiter (beide 50 Jahre alt), die sich auf dem Gerüst befanden, wurden verschüttet. Einer kam mit Prellungen leicht verletzt davon, der zweite Bauarbeiter wurde von einem Gegenstand am Kopf getroffen. Ihre Kollegen befreiten sie und brachten sie zur Erstversorgung in einen Baucontainer. Schwer verletzt wurde der zweite Bauarbeiter in einer Münchner Klinik gebracht. 

Update 11.51 Uhr: Es ergibt sich mittlerweile ein klareres Bild der Einsatzlage am Donnerstagmorgen in unserer Region. 

Im Landkreis Starnberg musste die Feuerwehr Hechendorf gegen 7.44 Uhr zur Bahnstrecke ausrücken (siehe Update 9.30 Uhr). Mehrere Bäume waren in die Oberleitung gefallen, die Bahnstrecke musste gesperrt werden. Bis 9.45 Uhr verzeichneten die Feuerwehren unwetterbedingte Einsätze verteilt über den ganzen Landkreis. Verletzt wurde offenbar niemand. In Frohnloch wurde das Dach von einem Haus abgedeckt. 

Im Landkreis Miesbach gab es einen umgestürzten Baum auf der B318 bei Warngau sowie einen umgekippten Anhänger am Ortseingang von Otterfing. Auf die Meridian-Strecke stürzte zweimal ein Baum. Insgesamt meinte Kreisbrandrat Anton Riblinger aber: „Der Kelch ist am Landkreis vorübergegangen.“ 

Update 10.38 Uhr: Auch im Landkreis Starnberg ist die Feuerwehr im Dauereinsatz. Mehr darüber lesen Sie hier.

Ein umgestürzter Baum zwischen Andechs und Herrsching.

Update 10.25 Uhr: Wetter-Experte Dominik Jung zeigte sich am Donnerstag nicht überrascht über den heftigen Sturm: „Wie erwartet hat uns Sturmtief Zubin mit voller Wucht erfasst. Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurden vergangene Nacht 167 km/h gemessen. Das war dort ein voller Orkan. Aber auch in den tiefen Lagen gab es sogar Orkanböen.“ An der Zugspitze gab es Spitzenböen von 151 km/h, am Münchner Flughafen maximal 96 km/h, meldet Jung. „Die Wetterlage hat sich wie angekündigt sehr turbulent entwickelt. Und es bleibt auch in den kommenden Tagen turbulent.“

Update 10.21 Uhr: Auf Twitter postete die Feuerwehr München ein Foto von einem aktuellen Einsatz auf Grund des Sturms. Die tz erfuhr, dass die Berufsfeuerwehr München seit 6.30 Uhr bereits zu 50 Sturmeinsätze im Stadtgebiet gerufen wurde. Es handelte sich überwiegend um umgestürzte Bäume, wackelige Gerüste oder Gebäudeteile und abgerissene oder abgeknickte Oberleitungen und Masten. 

Update 10.11 Uhr: Ein Kollege der Abendzeitung wurde am Donnerstag von diesem umgestürzten Baum geweckt, wie er auf Twitter schrieb: 

Update 10.06 Uhr: Ein YouTube-Video von Donnerstagmorgen zeigt den Sturm über der Paulaner-Baustelle in München: 

 

Update 10.04 Uhr: Das aktuelle Lagebild auf dem Portal unwetterzentrale.de zeigt, dass sich die Situation in weiten Teilen Oberbayerns beruhigt hat. Nur noch im äußersten Osten Bayerns und im Allgäu gilt noch die Warnstufe Rot vor starkem Unwetter. Ansonsten wird vor mäßig starkem Unwetter (Warnstufe Orange) gewarnt. Dennoch sind weiterhin orkanartige Böen bis zu 100 km/h möglich. 

Update 9.55 Uhr: Chaos auch im Erdinger Land. Überall blockieren umgestürzte Bäume die Fahrbahnen. Auch im Zug- und S-Bahnverkehr gibt es massive Probleme, berichtet der Hans Moritz vom Erdinger Anzeiger

Update 9.44 Uhr: Die Merkur-Redaktionen im Umland von München berichten von Sturmschäden.In Germering (Landkreis Fürstenfeldbruck) stürzte am Volksfestplatz ein Kran um. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 7.28 Uhr, der Kran konnte den Windböen nicht mehr standhalten und kippte um. „Wir hatten riesiges Glück, dass niemand zu Schaden kam. Um diese Zeit sind dort schon viele Kinder in Richtung Kleinfeldschule unterwegs. Da hatten alle einen großen Schutzengel“, erklärte Vize-Polizeiinspektionsleiter Andreas Ruch. 

Der umgestürzte Kran

Update 9.40 Uhr: Der Tölzer Kurier meldet, dass die Kochelseebahn momentan zwischen Bichl und Kochel nicht fährt. Es gibt einen Schienenersatzverkehr. Die Brauneckbahn in Lenggries hat derzeit ihren Betrieb wegen Orkanböen eingestellt

Update 9.30 Uhr: „Es hat einen mächtigen Schlag gegeben“, meldet Merkur-Leser Christian Rumpel. Er saß am Morgen in der S2 Richtung München aus Markt Schwaben. Bei Heimstetten fuhr die S-Bahn gegen einen umgestürzten Baum. Verletzte soll es nicht geben. 

Auch in der S-Bahn-Gruppe „Meine S2 kommt nicht!“ postete ein Pendler über den Unfall:

Update um 09.26 Uhr: Wie wird das Wetter in den kommenden Tagen in Deutschland? Das ist die Wettervorhersage.

Update um 09.12 Uhr: Wie der DWD mitteilt, gibt es auch in der Nacht zum Freitag im Süden Deutschlands weitere Niederschläge, teils mit Gewittern. Es können erneut einzelne Sturmböen auftreten.

Update um 08.50 Uhr: tz-Redakteur Marc Kniepkamp schoss heute Morgen dieses Foto in München.

Update um 08.38 Uhr: Seit der Nacht auf Donnerstag tobt auch über dem Landkreis Erding ein heftiger Sturm. Die Feuerwehren sind im Einsatz. Überall blockieren umgestürzte Bäume die Fahrbahnen. Auch im Zug- und S-Bahnverkehr gibt es massive Probleme.

Update um 08.18 Uhr: Das schwere Unwetter hat in München mal wieder ein S-Bahn-Chaos ausgelöst. Im Gesamtnetz kommt es am Donnerstagmorgen zu erheblichen Verzögerungen und Zugausfällen.

Update um 07.47 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schwerem Gewitter mit Orkanböen in Bayern. Demnach überquert aktuell eine Schauer- und Gewitterlinie den Südwesten und Süden Deutschlands. Dabei gibt es neben Graupelschauern orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 110 km/h. Betroffen könnte in den kommenden Stunden vor allem der Donauraum und das Alpenvorland sein.

Zudem wurde für einige Landkreise KATWARN ausgelöst. Von dem Unwetter besonders stark betroffen ist demnach der Süden Bayerns, vom Allgäu, über Augsburg und München bis nach Passau und den Bayerischen Wald.

Laut Diplom-Wetterexperte Dominik Jung wurden in der Nacht auf Donnerstag beziehungsweise am frühen Donnerstagmorgen am Münchner Flughafen bereits Windgeschwindigkeiten von 96 km/h gemessen.

Die Wetter-Vorhersage für Bayern am Mittwoch (13. Dezember)

Update um 13.45 Uhr: Sturmböen, Schnee und Glatteis erwarten uns in den nächsten Stunden in Bayern, insbesondere an den Alpen. Das prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD). 

Am Mittwoch kann es auf höheren Alpengipfeln schwere Sturmböen bis 90 km/h geben. In der Osthälfte Bayern ist leichter Schneefall vorhergesagt, in der Nacht zum Donnerstag auch bis in tiefe Lage. Im Südosten ist in der Nacht mit Glatteis zu rechen und es kommt im Bergland wieder zu schweren Sturmböen bis zu 100 km/h, auf einigen Alpengipfeln auch zu Orkanböen bis zu 120 km/h. 

Am Donnerstag schneit es an den Alpen oberhalb von 800 Metern, bis zu zehn Zentimeter Neuschnee soll es geben, in Staulagen sogar bis zu 15 Zentimeter. Auf den Bergen gibt es erneut schwere Sturmböen, auf höheren Alpengipfeln zum Teil Orkanböen.

Zum Freitagmorgen sinkt die Schneefallgrenze laut dem DWD in den Alpen bis in höhergelegene Tallagen ab. Tagsüber klettern die Temperaturen auf 3 bis 8 Grad, es ist mit Glätte durch Schnee, Schneematsch und überfrierende Nässe zu rechnen. 

Am Wochenende wird es kühler: In der Nacht zum Samstag schneit es an den Alpen, in tieferen Lagen kommt es zu Schneeregen. Die Temperaturen können auf bis zu -5 Graf fallen. Durch überfrierende Glätte wird es gebietsweise glatt. Schneeschauer gibt es am Wochenende in den Alpen immer wieder. Die Temperaturen klettern tagsüber nicht über 4 Grad. Am Sonntag ist in Bayern sogar nicht mehr als 1 Grad drin. 

Deutschland-Wetter: 7-Tage-Vorhersage von wetter.com

ideo: Glomex

Die Wetter-Meldungen für Bayern und Deutschland am Dienstag (12. Dezember)

Update um 13.25 Uhr: Nach den Unwetterwarnungen für den Alpenraum am Montag, stehen uns weitere stürmische Tage in Deutschland bevor. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net warnt: „Bis Donnerstag bleibt es recht windig bis stürmisch. Das kann besonders auf den Weihnachtsmärkten zur Gefahr werden.“ 

Große Tannenbäume könnten bei Sturmböen schnell ins Wanken geraten und umstürzen. „Aktuell sollten alle Verantwortlichen schnellstmöglich nochmal ganz genau die Standfestigkeit aller Buden und Bäume auf den Weihnachtsmärkten prüfen, sonst sind möglicherweise Menschenleben in Gefahr“, warnt Wetterexperte Jung. Aktuell rechnen die Meteorologen jedoch für Mittwoch und besonders für Donnerstag mit einer Sturmgefahr für West- und Norddeutschland, in Bayern soll es ruhiger zugehen. 

Zusätzlich zum stürmischen Wetter bringt uns Tief Yves auch Frost in der Nacht - das vor allem auch im Alpenraum. Ab Mittwoch warnen Meteorologen vor Gefahren durch Glätte.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet damit, dass es in der Nacht zum Mittwoch an den Alpen intensiver schneien kann. Gebietsweise wird es Glätte durch Schnee und überfrierende Nässe geben. Weiterer Schnee fällt dann in der Nacht am Alpenrand. Im Südosten Bayern entsteht örtlich Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen. Dann könnte sogenanntes Blitzeis entstehen. Im Chiemgau sinken die Temperaturen zum Abend auf bis zu -4 Grad ab, die Vorhersage von wetter.com geht sogar von bis zu -6 Grad aus. 

Am Donnerstag soll oberhalb von 1000 Meter neuer Schnee fallen. Auf den Bergen sind Sturmböen möglich. In der Nacht zum Freitag rechnen die Meteorologen vom DWD mit weiteren ergiebigen Regen, später kann auch in höhergelegenen Tallagen Schnee fallen. Erneut ist im Bergland bei Frühtemperaturen von bis zu -3 Grad mit Bodenfrost, Schnee Schneematsch oder überfrierende Nässe zu rechnen. 

Wettervorhersage für Deutschland von wetter.com am 12. Dezember

Das waren die Wetter-Meldungen für Bayern vom Montag (11. Dezember)

Dunkelrote Gefahr: Für die Alpenlandkreise wie Garmisch-Partenkirchen besteht eine Unwetterwarnung.

U pdate um 22.01 Uhr: München - Immer noch gibt es für Teile Bayerns eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Betroffen sind die Landkreise Oberallgäu, Garmisch-Patenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und das Berchtesgadener Land. Dort treten oberhalb von 2000 Meter extreme Orkanböen mit Geschwindigkeiten von über 140 Stundenkilometer auf. 

Auch für Miesbach und Rosenheim gibt es Warnungen. In diesen Gebieten spricht der Deutsche Wetterdienst allerdings nur von Windgeschwindigkeiten zwischen 100 und 130 Stundenkilometern.

Für diese Gebiete hatte der Deutsche Wetterdienst am Morgen Warnungen ausgesprochen

Betroffen sind die Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen sowie das Berchtesgadener Land. Eine Warnung vor Orkanböen besteht zudem für die südlichen Teile der Landkreise Miesbach, Rosenheim und Traunstein. Bereits am Sonntag hatte es im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen heftig gestürmt. 

Die Warnung vor extremen Orkanböen gilt für Lagen oberhalb von 2000 Metern, die Warnung vor Orkanböen für Bereiche oberhalb von 1500 Meter. Auch in den Tälern am Alpenrand ist laut dem Deutschen Wetterdienst mit schweren Sturmböen zwischen 80-100 km/h zu rechnen. Hoch in den Alpen können es bis zu 140 Stundenkilometer werden. 

Viele Verspätungen und Ausfälle am Münchner Flughafen

Heftige Schneefälle in Deutschland und Eisregen haben am Münchner Flughafen zahlreiche Verspätungen und Flugausfälle verursacht. 185 von 1000 Flügen seien am Sonntag gestrichen worden, teilte ein Flughafen-Sprecher am Montag mit. Einige Maschinen hätten München wegen zu großer Verspätung nicht mehr angeflogen und konnten dort am Montagmorgen entsprechend nicht starten. Für den Wochenbeginn rechnete der Sprecher daher mit weiteren 50 Annullierungen. Bis zum Nachmittag sollte sich die Situation wieder beruhigen.

Besonders südlich von München sollen milde Temperaturen herrschen

Die Kälte und der Schneefall hatten am Wochenende die Lawinengefahr erhöht. Ein Sprecher des bayerischen Lawinenwarndienstes rechnete am Sonntag aber damit, dass sich diese nicht weiter verschärfen werde.

Am Montag soll es besonders südlich von München mit bis zu 13 Grad mild werden. Im Rest Bayerns rechnet der DWD mit Höchsttemperaturen von fünf bis acht Grad.

Am Wochenende verursachten Schnee und Glätte zahlreiche Unfälle

Video: Glomex

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