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Erhöhte Waldbrandgefahr in Bayern am Wochenende - Einsatz der Luftbeobachter

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Die Bayerische Luftrettungsstaffel kommt am Wochenende zum Einsatz.

Achtung, Waldbrandgefahr! Trockenes Wetter kann dazu führen, dass ganze Waldstücke Feuer fangen. Alle gefährdeten Gebiete in Bayern im News-Blog. 

  • Mit sonnigem Wetter und der damit einhergehenden Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr
  • Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Bränden mit dem sogenannten „Waldbrandgefahrenindex“ 
  • Vorsicht: Bei Waldbrandgefahr sollten Personen in Waldnähe keinesfalls Feuer entfachen oder rauchen!
  • Höchste Gefahr besteht normalerweise von Ende April bis Anfang Mai sowie von Ende Juni bis August

Waldbrandgefahr in Bayern, 22. Juni 2018:

Lange Sonnenscheindauer, sommerliche Temperaturen und kaum Regen - wegen dieser Kombination besteht in Nordbayern wieder die Gefahr von Waldbränden. Die Regierung von Unterfranken hat deshalb die Beobachtung der Wälder aus der Luft angeordnet. Auch die angekündigten einzelnen lokalen Gewitter dürften die hohe Waldbrandgefahr „nicht signifikant“ reduzieren, schreibt die Behörde. Deshalb sollen am Samstag und Sonntag eigens dafür ausgebildete Piloten von ihren Flugzeugen aus nach Brandherden Ausschau halten.

Die sogenannten Luftbeobachter fliegen in den Nachmittagsstunden auf zwei Routen über Unterfrankens Wälder. Zu dieser Zeit ist die Gefahr von Waldbränden der Regierung von Unterfranken besonders hoch. Die Mitglieder der Luftrettungsstaffel Bayern suchen allerdings nicht nur nach Rauch. Sie kontrollieren die Wälder auch auf möglichen Borkenkäferbefall und beobachten zudem den Verkehr.

Die Luftbeobachter fliegen ehrenamtlich, die Regierung von Unterfranken trägt die Einsatzkosten aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds. Bayernweit starten die etwa 300 Piloten von 30 Flugplätzen aus zur Luftbeobachtung.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge ist die Waldbrandgefahr derzeit hoch - in weiten Teilen Bayerns und vor allem in Nord- und Mittelbayern melden die Wetterexperten Waldbrandgefahrenstufe 3. Insgesamt gibt es fünf Stufen. Für das Wochenende hat der DWD in Bayern einen Mix aus Sonne und Wolken und Temperaturen von bis zu 19 Grad Celsius angesagt.

Waldbrandgefahr in Bayern, 27. April 2018

Für den Freitag besteht in weiten Teilen Bayerns Waldbrandgefahr. Laut des Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind Regionen Mittelfrankens und der Oberpfalz weiterhin betroffen. 

Diese Grafik zeigt die aktuelle Waldbrandgefahr in den verschiedenen Regionen Bayerns.

Auch in mehreren Teilen Oberbayerns und Schwabens ist Vorsicht geboten: Der DWD spricht die Stufe drei des Waldbrandgefahrindex aus. In dem Gebiet rund um Deggendorf in Niederbayern gilt ebenfalls die Warnstufe drei. 

Waldbrandgefahr in Bayern, 26. April 2018

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor möglichen Waldbränden in einigen Regionen Bayerns. Die Stufe drei des Waldbrandgefahrenindex gilt für Teile Mittelfrankens und der Oberpfalz. In Oberbayern hat sich die Lage durch den Temperatursturz im Donnerstag wieder etwas entspannt.

Um auch in gefährdeten Regionen Bayerns das Risiko eines Waldbrandes gering zu halten, sollten keine offnenen Feuerstellen eingerichtet werden. Auch Pflanzen- oder Pflanzenrest sollten nicht flächenweise abgesengt werden. Im Wald sollte weder geraucht werden, noch sollten andere glimmende oder brennende Gegenstände weggeworfen werden.

Erst kürzlich hielt ein Waldbrand in Niederbayern die Feuerwehr in Atem:  Hunderte Einsatzkräfte kämpfen gegen Flammen.

Waldbrandgefahr in Bayern, 25. April 2018 

Der bislang sehr warme und sonnige April führt dazu, dass auch die Waldbrandgefahr in vielerlei Orten in Bayern schon jetzt stark ansteigt. Während Warnung in den vergangenen Jahren häufig erst gegen Ende April oder Anfang Mai ausgesprochen wurden, gilt laut der Deutschen Presse Agentur in Oberbayern aktuell die Stufe vier des Waldbrandgefahrenindex, der von Stufe eins bis fünf reicht. 

Ab dieser Stufe ordne man in der Regel die Luftbeobachtung an, hieß es von der oberbayerischen Regierung. An diesem Samstag und Sonntag werden deshalb sieben Flieger von verschiedenen Orten aus starten und oberbayerische Wälder überfliegen.

Hier war es Brandstiftung: Eine Serie von Waldbränden in München und Umgebung sowie eine Feuerserie im unterfränkischen Estenfeld bei Würzburg gibt Rätsel auf. 

Häufig entstehen Waldbrände durch Unachtsamkeit und grobe Fahrlässigkeit

Bricht auf trockenem Waldboden erst einmal ein Feuer aus, kann auch ein Kleinbrand schnell dramatische Ausnahme annehmen. Höchste Gefahr besteht normalerweise von Ende April bis Anfang Mai sowie von Ende Juni bis August. Doch auch in der restlichen Zeit des Jahres kann es bei großer Trockenheit zu einem Brand kommen. 

Nicht immer entzünden sich Feuer im Wald von alleine - oftmals steckt Unachtsamkeit oder grobe Fahrlässigkeit dahinter. Schüren Ausflügler beispielsweise trotz Waldbrandgefahr ein Lagerfeuer oder werfen glimmende Gegenstände auf den Waldboden, können sich Flammen rasch ausbreiten. Obwohl es sich bei solchen Verstößen nicht um mutwillige Brandstiftung handelt, drohen unter Umständen strafrechtliche Konsequenzen wegen fahrlässiger Brandstiftung. 

Löscharbeiten aus der Luft verursachen hohe Kosten

Waldbrände können nicht nur verheerende Folgen haben, sondern verursachen auch enorme Kosten. In vielen Fällen sind Löscheinsätze aus der Luft notwendig, um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Sind neben Feuerwehren am Boden noch Hubschrauber im Einsatz, können Löschaktionen schnell viele hunderttausend Euro verursachen. Bis tatsächlich alle Glutnester in einem Waldstück unschädlich gemacht, vergehen oft viele Tage. 

Bei schweren Waldbränden fliegen Hubschrauber mit Löschwasservorrichtungen über das Flammenmeer. 

Hat ein Feuer viele Bäume eines Waldstücks zerstört, müssen aufwendige Wiederaufforstungsarbeiten begonnen werden. Von Flammen angegriffene Bäume können auch noch Monate oder gar Jahre nach einem Brand absterben. 

Ein erschreckendes Beispiel für fahrlässige Brandstiftung ereignete sich vor etwa eineinhalb Jahren auf den Jochberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). In einer kalten Silvesternacht missachteten zwei Männer die erhöhte Waldbrandgefahr und schürten ein Feuer auf dem Berg. Die Flammen breiteten sich aus und brannten eine Fläche von 18 Hektar ab. Vom Gericht wurden die Männer schließlich zu einer Geldstrafe verurteilt

nema

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