Enormes Risiko in den Alpen

Wetter in Bayern spielt total verrückt: Glatteis-Warnung im Norden - an den Alpen bricht der Frühling aus

Das Wetter in Bayern ist derzeit vielfältig und wild. Zum Wochenstart warnt der DWD vor Glätte im Norden - und im Süden kommt der Frühling.

  • Die Hochwasser-Lage in manchen Teilen Bayerns war übers Wochenende angespannt (siehe Updates vom 30. und 31. Januar). Nun beruhigt sich die Lage allerdings.
  • Zum Wochenstart herrscht Glatteis auf den Straßen - und im Süden wird es frühlingshaft (Update vom 1. Februar, 06.57 Uhr).
  • Alle News zum aktuellen Wetter* in Bayern finden Sie hier.

Verrückte Wetterlage in Bayern: Frühling an den Alpen - Winter am Main

Update vom 1. Februar, 06.57 Uhr: Winter, Schneechaos, war da was? Die Amseln singen am Montagmorgen bis in die bayerischen Alpentäler hinauf. Ein milder Wind weht von Westen her. Wieder rechnen die Meteorologen mit deutlichen Plusgraden am Alpenrand. Bis zu sieben Grad am Montag, neun bis Mittwoch - und Freitag sollen sogar zweistellige Plus-Werte erreicht werden. Selbst in der Nacht sinken die Temperaturen nicht mehr unter null. Am Bodensee wird zum Ende der Woche seitens des DWD sogar mit Höchstwerten von 14 Grad gerechnet.

Wetter in Bayern: Glatteis im Norden - amtliche Warnung!

Nördlich von München liegt dagegen aktuell noch eine amtliche Warnung vor Glatteis vor. Aufgrund von gefrierendem Regen oder Sprühregen muss örtlich mit Glatteis gerechnet werden. Die Endet aber auch um 9 Uhr. Dann wird‘s in ganz Bayern wärmer. Wenn auch der Norden und die Mittelgebirge nicht so stark wie der Süden von der milden Luftströmung profitieren können. Denn aus dem Norden Deutschlands weht kalte Polarluft.

Update vom 31. Januar, 10.12 Uhr: In einigen Regionen in Bayern fiel in der Nacht auf Sonntag wieder Schnee: Die meisten Flocken gab es im Westen des Freistaats - mit bis zu 20 Zentimetern Neuschnee.

Wetter in Bayern: Weiter große Lawinengefahr im Alpenraum - bis zu 20 Zentimeter Neuschnee

Aus diesem Grund besteht auch weiter Lawinengefahr im bayerischen Alpenraum. Auf glatten, steilen Wiesenhängen und lückenhaften Bergwäldern sind auch am Sonntag große Lawinen möglich, informiert der Lawinenwarndienst Bayern.

Im Allgäu sind die Gefahrenstellen häufiger als in den übrigen Regionen im Freistaat. Das Hauptproblem bei den Lawinen ist der Triebschnee. Frische Triebschneeansammlungen können bereits durch das Gewicht eines einzelnen Skifahrers einen Schneerutsch auslösen, warnt der Lawinenwarndienst. Gleichzeitig rechnet er damit, dass die Lawinengefahr „langsam zurückgehen wird“.

Wetter in Bayern: In manchen Regionen weiter Hochwassergefahr

Nach Tauwetter und Schneeschmelze herrscht in manchen Regionen Bayerns weiter Hochwassergefahr. Der Neuschnee am Samstag sorgt derzeit vor allem an der Fränkischen Saale weiter für Überschwemmungen. In Bad Kissingen ist die Hochwasser-Meldestufe demnach auf 3 angestiegen. Am Sonntagabend soll in Würzburg womöglich die Meldestufe 1 erreicht werden.

Wetter in Bayern: Temperaturen sinken wieder - wenig Sonne

Ansonsten bleibt das Wetter im Freistaat heute eher nass und ungemütlich: Es ist häufig stark bewölkt, vor allem in Alpennähe fällt etwas Schnee oder Sprühregen. Das berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Nur im nördlichen Franken und in der Oberpfalz zeigt sich zeitweise die Sonne.

Mit Temperaturen von bis minus zwei bis maximal fünf Grad wird es - im Vergleich zu den Vortagen - auch wieder deutlich kälter.

Update vom 30. Januar, 18.25 Uhr: In den bayerischen Alpen besteht weiterhin ein erhebliches Lawinenrisiko. Oberhalb von 1600 Metern gehe die Hauptgefahr von Triebschnee aus, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit. Das Gewicht eines einzelnen Skifahrers könne bereits sogenannte Schneebretter auslösen. Die Lawinenwarnstufe lag am Samstag deswegen bei 3 von 5.

Auf steilen Hängen könnten sich Lawinen bis in die mittleren Lagen wegen des Regens in den Alpen auch von selbst lösen. In den vergangenen Tagen hatte es im Freistaat verbreitet geregnet, für Höhenlagen der Allgäuer Alpen hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Starkregen und starkem Tauwetter gewarnt. Die Allgäuer Bergwacht riet am Samstag wegen der Lawinengefahr von Skitouren und Schneewanderungen ab. Eine Entspannung der Lage sei wegen weiterer Niederschläge erst ab dem kommenden Mittwoch in Sicht, hieß es weiter.

Auf prachtvolle Schneemassen folgt in Bayern das Tauwetter - mit unangenehmen Begleiterscheinungen.

Für den Sonntag erwartet der DWD in Alpennähe meist Regen, in Teilen Südbayerns kann etwas Schnee fallen. In Franken und der Oberpfalz scheint gebietsweise die Sonne. Mit Höchstwerten von minus 2 bis plus 4 Grad wird es zunächst kälter im Freistaat. Zum Start der neuen Woche steigen die Temperaturen den Meteorologen zufolge wieder an.

Unwetter in Bayern: Straßen und Wege überflutet - eine Region besonders betroffen

Update vom 30. Januar, 8.53 Uhr: Die Lage in Bayern ist weiterhin angespannt. In zahlreichen bayerischen Regionen ist das Wasser schon über die Ufer getreten und hat Straßen und Wege überflutet. Besonders betroffen ist der Norden (also ganz Franken) sowie Teile der Oberpfalz, aber auch der Süden entlang der Alpen. Derzeit gilt die Hochwasserwarnstufe drei (zweithöchste) des Hochwassernachrichtendienstes Bayern für die Regionen: Landkreis Bamberg, Landkreis Lichtenfels, Landkreis Kulmbach, Landkreis Coburg und Landkreis Landshut.

Und noch ist der Spuk nicht vorbei. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin vor teils starkem Tauwetter. Bis in die Nacht auf Sonntag sind Niederschlagsmengen in den Mittelgebirgen (gemessen seit Donnerstag) von bis zu 70 Litern auf den Quadratmeter möglich. An den Alpen spricht der DWD sogar von „unwetterartigen Mengen“ von 100 l/qm - im Oberallgäu sogar lokal bis zu 180 l/qm.

Der Regen zieht sich im Laufe des Tages aber immer mehr in Richtung Süden zurück. Die Temperaturen sinken wieder. Sie liegen zwischen zwei Grad im Frankenwald und elf Grad im Chiemgau. Zum Abend hin verwandelt sich der Niederschlag im Norden Bayerns wieder in Schnee. In der Nacht auf Sonntag schneit es dann auch wieder im Süden Bayerns, während es in Franken langsam auflockert. Die Temperaturen bewegen sich dabei meist um den Gefrierpunkt. In Teilen Oberfrankens sind so gar bis zu minus sieben Grad drin.

Die Lage in weiten Teilen Bayerns bleibt angespannt. Bereits Überschwemmungen in Franken und der Oberpfalz.

Update, 29. Januar, 18.42 Uhr: Tauwetter und anhaltende Regenfälle sorgten in manchen Teilen Bayerns am Freitag für Überschwemmungen. Besonders betroffen waren die Regionen Unter- und Mittelfranken. Doch auch in anderen Landesteilen traten Bäche und Flüsse über die Ufer.

Überschwemmungen in Bayern: Weitere Unwetterwarnungen für das Wochenende angekündigt

Für das Wochenende sind in Teilen des Freistaats weitere unwetterartige Niederschläge angekündigt. Dadurch könnte sich die Hochwassergefahr verstärkt nach Ost- und Südbayern verlagern.

Bereits am Freitag stiegen vielerorts die Pegelstände der Hochwasserstufen. Auch Feuerwehren waren im Einsatz, um mit Sandsäcken Barrieren zu bauen oder Keller auszupumpen. Die höchste Hochwasser-Stufe vier wurde an der Schwabach in Mittelfranken erreicht. Ebenso kam es Allgäu zu Überschwemmungen. Nach Polizeiangaben rollte in Stetten (Unterallgäu) ein Auto in einen Bach. Der Wagen wurde von der starken Strömung mitgerissen, bis er sich unter einer Brücke verkeilte.

Wetter in Bayern: Überflutungen in Oberpfalz und Niederbayern befürchtet

An der Donau in der Oberpfalz und Niederbayern soll am Wochenende der Strom anschwellen, wenn das Hochwasser von den Nebenflüssen abläuft. Das Wasserwirtschaftsamt Regensburg rechnete für Sonntag in der Welterbestadt mit den Warnstufen zwei bis drei. Im weiteren Verlauf der Donau befürchten die Experten ebenso in Straubing, Deggendorf und Passau Überflutungen.

Der Deutsche Wetterdienst kündigte für die nächsten Tage weitere Regentiefs über dem Freistaat an. In der Nacht zum Sonntag soll sich der Dauerregen im Alpengebiet zu einem Unwetter entwickeln. Im südlichen Oberbayern und im Allgäu können dann zwischen 60 und 180 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen.

Update, 29. Januar, 13.08 Uhr: Der Schnee schmilzt. Der Regen fällt. Es bleibt warm. Diese Kombination lässt die Pegel in ganz Bayern ansteigen. Ein Überblick über die Hochwasser-Lage von Garmisch bis Aschaffenburg.

Update, 29. Januar, 8.28 Uhr: Am Freitagvormittag setzt in Norddeutschland der Schneefall ein. Der Schwerpunkt des Schneefalls wird voraussichtlich zwischen Ostfriesland und Magdeburg liegen. Am Samstag zieht der Schneefall dann nach Süden ab. „Es sieht erst einmal danach aus, als ob dem Schneefall ein bisschen die Puste ausgeht“, berichtet weather.com. Doch die Schneelage sei noch nicht vorbei, wie es weiter heißt: „Kaltluft aus Norden drückt den Schnee weiter nach Süden.“ Hier liegt aber noch warme und auch nasse Regenluft. Doch der Regen geht im Laufe des Sonntags in Schneefall über. So bildet sich auch im Süden eine neue, teils auch nasse Schneedecke.

Unwetterwarnung! Tropisch-warmes Sturmtief fegt über Bayern - und löst Wetter-Chaos ab heute aus

Update, 29. Januar, 6.05 Uhr: Fast in ganz Bayern warnt der Deutsche Wetterdienst vor Sturmböen. Dazu heißt es: „Es treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) aus südwestlicher Richtung auf.“ Südlich von München ist die DWD-Warnkarte dunkelrot gefärbt, dort gilt bis Sonntag, 0 Uhr, zusätzlich eine Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter: „Bei positiven Temperaturen und andauerndem Regen tritt ein starkes Abtauen der Schneedecke ein. Die Abflussmengen erreichen zwischen 120 l/m² und 180 l/m².“ Betroffen sind die Kreise Oberallgäu, Unterallgäu, Ostallgäu. Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land sowie die Stadt Kempten.

Je nach dem, wie schnell und heftig der Schnee abtaut und wieviel Regen dazu kommt, könnte es Hochwasser im äußersten Südbayern geben (siehe vorheriges Update).

Die Warnkarte für Bayern leuchtet. Besonders der Süden ist betroffen.

Unwetterwarnung! Tropisch-warmes Sturmtief fegt über Bayern - und löst Wetter-Chaos ab Freitag aus

Update, 28. Januar, 22.51 Uhr: „Eine brisante Wetterlage“, nennt DWD-Meteorologe Markus Übel die aktuelle Situation in Bayern. Ein Tief bringt „sehr milde Luft“ nach Bayern. Und das mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Der Deutsche Wetterdienst hat daher eine Sturmwarnung für ganz Bayern herausgegeben. Parallel warnt der Hochwasserwarndienst Bayern vor steigenden Flusspegeln in Franken und in Regensburg. Dazu kommt eine Unwetterwarnung für den Alpen- und Voralpenraum. Dort wird am Freitag und am Samstag richtig viel Schnee abtauen. Je nachdem, wie schnell und heftig das passiert und vor allem wie viel Regen noch hinzukommt, könnte es Hochwasser an Flüssen, Bächen und Seen im äußersten Südbayern geben. Wenn die Befürchtungen eintreten, kommt laut Meteorologe Übel „jede Menge“ an Wasser auf Südbayern zu.

Wetter in Bayern: Deutscher Wetterdienst warnt - Alpenrand besonders betroffen

München (28. Januar, 12.55 Uhr) - In den vergangenen Tagen war es weiß in Bayern, Auch in der Landeshauptstadt München kam viel Schnee herunter. Am gestrigen Mittwoch hat sich das Wetter dort noch winterlich gezeigt, doch schon am Abend und über Nacht machte sich der Wetter-Wechsel langsam mit steigenden Temperaturen bemerkbar.

Wetter in Bayern: Deutscher Wetterdienst gibt Warnung für München heraus

In München regnet es bei Temperaturen von drei Grad, das Thermometer steigt im Tagesverlauf weiter an. Bis zu sieben Grad prognostiziert wetter.com. Von Seiten des Deutschen Wetterdienstes gibt es für die Landeshauptstadt bereits eine Warnung. Es treten Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit Sturmböen bis 70 km/h (20m/s, 38kn, Bft 8) gerechnet werden.

Starkes Tauwetter! Deutscher Wetterdienst warnt am Alpenrand - Warnung gilt das ganze Wochenende

Am Alpenrand gilt sogar eine Unwetterwarnung, der Bereich ist auf der Warnkarte des DWD rot markiert. Das Band zieht sich über den gesamten Alpenrand. Bei positiven Temperaturen und andauerndem Regen tritt ein starkes Abtauen der Schneedecke ein. Die Abflussmengen erreichen zwischen 70 l/m² und 100 l/m². Auch vor Sturmböen*, schweren Sturmböen und starkem Tauwetter wird gewarnt. „Die Abflussmengen erreichen zwischen 70 l/m² und 100 l/m²“, warnt der DWD. Erstere Warnungen gelten bis Freitagmorgen, letztere jedoch das ganze Wochenende.

Die Warnkarte des DWD: Südlich von München liegt eine Unwetterwarnung vor.

Starker Regen, warmer Wind und obendrein massive Schneeschmelze: Die Zutaten für eine Hochwasserlage im Landkreis Miesbach sind gegeben. Der DWD warnt vor Unwettern, Hochwasser ist möglich.*

Wochenend-Wetter in Bayern: Der Winter kehrt zurück

Zum Wochenende kommt dann teilweise der Winter zurück. Den meisten Schnee* wird es vermutlich im Harz geben, 20 bis 30 Zentimeter sind drin, in Staulagen sogar bis zu einem halben Meter, wie weather.com berichtet. Ab Samstag verlagert sich der Schneefall dann nach Süden. Die Temperaturen fallen auf bis zu -zehn Grad. „In ungünstigen Lagen vielleicht sogar noch darunter“, heißt es.

Laut weather.com passiert aber noch etwas: „Von Norden kommt ein Schwall arktischer Luft auf uns zu. Besonders im Norden und Osten bekommen wir die Eiseskälte wieder zu spüren. In den Nächten kann es strengen Frost geben. Der Schneefall verlagert sich bis zum Sonntag nach Süden und der Winter hält dort wieder Einzug. Nur ganz im Westen und Südwesten wird es wohl nicht so kalt.“

Bayern-Wetter: „Schneewalze geht so ein bisschen die Luft aus“

Der Schneefall im Süden ist aber nicht mehr so extrem wie im Norden am Freitag und Samstag. „Der Schneewalze aus dem Norden geht so ein bisschen die Luft aus. Dafür kommt im Westen neuer Regen auf“, berichtet weather.com. Der Winter kommt also für die meisten Landesteile zurück. Für nächste Woche deutet sich aber schonn wieder eine „massive Erwärmung“ an. (kam) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare