News-Ticker für den Freistaat

Rekordmonat Februar: Erst viel zu kalt, jetzt viel zu warm - der Winter geht in Ruhestand

Diese Woche wird es in Bayern weitestgehend sonnig und warm bleiben. Für den kalendarischen Winter sogar viel zu warm. Und so schnell wird er auch nicht wiederkommen.

  • Temperatur-Rekord für Februar gebrochen (Update vom 23. Februar, 9.20 Uhr).
  • Es bleibt auch weiterhin zu warm und zu trocken für die Jahreszeit.
  • Eine Belastungsprobe für die Pflanzenwelt in ihrer Frühlingswachstumsphase.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.+++

Update vom 23. Februar, 9.20 Uhr: Diese Woche scheint sich zur Woche der Rekorde zu entwickeln. So wie der ganze Februar bereits rekordverdächtig ist. Erst war es zu kalt und das Schneechaos hielt Bayern auf Trab. Jetzt ist es viel zu warm für die Jahreszeit. Der Winter wird vorerst in den vorzeitigen Ruhestand geschickt.

Mit 21,1 Grad stellte am Montag (22. Februar) die Hansestadt Hamburg - ganz im Norden Deutschlands - einen neuen Temperaturrekord auf. So warm war es noch nie an einem Februartag seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen vor genau 130 Jahren. Und mit dem Extrem-Wetter soll noch nicht Schluss sein, weiß Meteorologe Dominik Jung von qmet.de. Während der Februar bis genau zur Hälfte um die drei Grad kälter war als das Klimamittel, wird er durch die jetzige Wärmephase ein Grad zu warm enden. Diese Woche sind durchaus auch noch weitere Rekorde drin, meint der Experte.

Sonnig warmes Wetter für ganz Bayern erwartet

Bis Donnerstag sind vielerorts auch in Bayern Werte um die 18 Grad drin. Vom südlichen Allgäu bis zum nördlichsten Zipfel Oberfrankens, Bayern stehen sonnige Tage ins Haus. „Ein neuer Wintereinbruch ist erstmal unwahrscheinlich, kann aber im März oder April immer noch mal kommen“, so Jung. Man darf sich aber durch die warmen Tage nicht täuschen lassen. In der Nacht fallen die Werte auf dem Thermometer im ganzen Freistaat bis zum Wochenende immer wieder auf Werte um den Gefrierpunkt zurück.

Erst am Freitag kündigt sich ein leichter Wetterumschwung, etwa in München*, an. Für ganz Bayern ist Regen prognostiziert. Unter den Wolken liegen die Temperaturen um die acht bis elf Grad. Nur im äußersten Südosten können es nochmal 14 Grad werden. Am Samstag ist es aber mit dem Regen schon wieder vorbei. Es bleibt aber frischer. Zwischen sieben und acht Grad wird sich das Thermometer im Freistaat einpendeln. Nur in der Oberpfalz und Oberfranken kann es noch ein bis zwei Grad kälter werden. Laut Wetterexperte Jung ist das aber immer noch zu warm für den kalendarischen Winter.

Wetter in Bayern: Trüber Start in die Woche

(Ursprungsmeldung) München - Nach dem ersten frühlingshaften Wochenende, an dem zahlreiche Ausflügler das traumhafte Wetter* ausnutzten, begann der Wochenstart vielerorts eher trüb und neblig. Ein Trend der sich wohl fast die gesamte Woche durchziehen wird. Dennoch bleibt es für die Jahreszeit sehr warm und trocken. Experten befürchten bereits eine länger anhaltende Trockenphase. Vor allem für die Pflanzenwelt in der Wachstumsphase im Frühling ein Problem.

Wetter in Bayern: Spitzenwerte von bis zu 18 Grad diese Woche möglich

Die Wetterexperten sind sich größtenteils einig, dass dem Freistaat eine warme und sonnige Woche bevorstehen wird. Nur in den Flusstälern an Donau und Main kann es immer wieder zu Nebel kommen. Dieser löst sich aber meistens bis Mittag wieder auf. Grund für die Nebelbildung sind die frostigen Nächte und die sehr geringen Windgeschwindigkeiten*. Die warme Luft in höheren Lagen durchmischt sich also nicht mit der kühleren in den Talsohlen, schreibt wetter.net. Deshalb bewegen sich die Temperaturen im Donauraum am Montag nur zwischen sechs und zwölf Grad.

Vor allem im Südwesten wird es zum Wochenstart aber wieder richtig warm. Im Allgäu sind Werte von bis zu 17 Grad drin. Hier scheint die Sonne durchgängig. Und so bleibt es auch die kommenden Tage. Ab Dienstag strömt erneut warme Luft aus Spanien nach Bayern und lässt das Thermometer auf bis zu 18 Grad klettern. Zum Wochenende hin wird es dann zunehmend bewölkter, bis dann am Samstag der Frühling erst einmal Pause macht. In einigen Regionen kann es sogar ein wenig regnen. Dabei steigt das Thermometer nicht mehr über die Zwölf-Grad-Marke.

Wetter in Bayern: Saharastaub legt sich über den Freistaat

Zusätzlich zum Nebel könnten gegen Ende der Woche Saharasand bzw. seine Partikel für einen trüben Himmel sorgen. Also nicht wundern, wenn das Auto von einem feinen, roten Tuch überzogen ist. Weil sich die Sonne schwertut, die Sandwolken zu durchdringen, kann es in den betroffenen Regionen auch ein paar Grad kühler sein, so der Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst qmet.de.

Worüber sich die Meteorologen aber mehr Gedanken machen, ist der ausbleibende Niederschlag*. „Bis zum 10. März ist schon wieder eine große Trockenheit in Sicht. Keine guten Aussichten mitten in der frühlingshaften Wachstumsphase“, sagt Jung. Dazu sei es für die Jahreszeit viel zu heiß. „Es wird zwar ab Freitag ein paar Grad kälter, ist aber für die Jahreszeit immer noch zu warm.“ Der amerikanische Wetterdienst NOAA geht deshalb erneut von einem trockenen Frühjahr aus. „Es soll wieder weniger Niederschlag fallen als üblich“, so der Wetterexperte Jung. (tel) *Merkur.de/tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Aufgrund der frühlingshaften Temperaturen stürmten am Wochenende zahlreiche Ausflügler die Stufen der Walhalla bei Regensburg hinauf. Es waren jedoch so viele, dass die Polizei eingreifen musste.

Weitere Nachrichten aus ganz Bayern finden Sie immer aktuell bei uns.

Rubriklistenbild: © LEONHARD SIMON via www.imago-images.de

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Kommentare