Schon 120 Unfälle in Unterfranken

Unwetterwarnung für weite Teile Bayerns

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So sieht die aktuelle Unwetter-Karte des Deutschen Wetterdienstes aus.

München - Der Deutsche Wetterdienst DWD hat für Montag eine Unwetterwarnung für weite Teile Bayerns herausgegeben. Wo Sie aufpassen müssen:

Aufgrund von gefrierendem Regen oder Sprühregen muss verbreitet mit Glatteis gerechnet werden. Von Westen kommt Niederschlag auf, der anfangs teils als Schnee, zunehmend aber als Regen fällt. Auf gefrorenem Boden kann der Regen gefrieren und verbreitet zu Glatteis führen. Außerdem besteht eine grundsätzliche Warnung vor Frost für ganz Bayern.

Ein von Westen nach Osten ziehendes Regengebiet bringe die gefährliche Glätte nach Deutschland, sagte ein Medienmeteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Am Montagmorgen sei vor allem ein Streifen vom Kasseler Bergland bis zum Bodensee betroffen gewesen. Mildere Luftmassen zögen vom Atlantik herüber, Regen treffe dann auf niedrige „Straßenbelagstemperaturen“, das bringe Glatteis. Das Gebiet ziehe im Tagesverlauf weiter nach Osten. „Dort sitzt der Frost noch ziemlich tief im Boden.“ Im östlichen Bayern dürfte noch bis in den Dienstag hinein mit Glätte zu rechnen sein.

Ab 10 Uhr gilt Warnung auch für München

Aktuell betroffen sind die Regionen im westlichen Bayern von Schwaben, Mittelfranken, Unterfranken und Teile von Oberfranken. 

Hinzu kommen Vorab-Warnungen für das östliche Schwaben, das nördliche Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz. Heißt: Die Warnung tritt um 10 Uhr in Kraft - und betrifft auch die Landeshauptstadt und Landkreis München.

In Unterfranken kämpften Autofahrer heute morgen bereits mit glatten Straßen. Auf der A3 kam es einem Polizeisprecher zufolge auf spiegelglatter Fahrbahn zu einem Unfall mit mehr als zehn Autos, dabei seien Menschen verletzt worden. Bis zum frühen Vormittag registrierte allein das Polizeipräsidium Unterfranken etwa 120 Unfälle.

Zunächst war es außerhalb Unterfrankens auch entsprechend ruhig. In Niederbayern und der Oberpfalz lief der Verkehr unbeeinträchtigt. Auch in Oberfranken blieb es am Montagmorgen zunächst ruhig, wie ein Sprecher des dortigen Polizeipräsidiums sagte.

Glatte Straßen auch im Rest Deutschlands

Eisglatte Straßen führten auch zu zahlreichen Unfällen in Hessen. Es habe Unfallmeldungen im Minutentakt gegeben, sagte die Polizei in Friedberg. „Das Blitzeis hat viele Menschen überrascht“, sagte eine Sprecherin. Ein Linienbus rutschte am Morgen in Bad Vilbel von der Fahrbahn und stieß gegen eine Fußgängerrampe. Eine Frau wurde dabei leicht verletzt. Auch die Feuerwehr in Frankfurt am Main war seit dem Morgen im Dauereinsatz. Zahlreiche Fahrradfahrer und Fußgänger seien auf spiegelglatten Wegen gestürzt.

Eisglätte sorgte auch in Teilen von Rheinland-Pfalz für Verkehrsbehinderungen. Die Mainzer Polizei sprach von spiegelglatten Straßen und Gehwegen. Im Stadtgebiet sowie in den Kreisen Mainz-Bingen, Alzey-Worms sowie Bad Kreuznach gab es demnach alleine mehr als 50 Unfälle mit erheblichen Sachschäden. Es seien aber nur wenige Menschen verletzt worden.

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