Bibber-Kälte kommt

Wintereinbruch in Bayern: Schnee sorgt für zahlreiche Unfälle

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Seit Montag herrschen auf Bayerns Straßen winterliche Verhältnisse.

München - In Bayern ist der Winter eingekehrt - und somit auch das Chaos auf den Straßen. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Experten warnen vor dünnem Eis auf Seen.

Kaum ist der Winter samt Schnee da, schon geht es auf Bayerns Straßen rund. Wie B5 Dienstagfrüh berichtete, kam es seit Montagnachmittag im Freistaat zu zahlreichen Unfällen.

Mehr als 80 Mal soll es in Niederbayern zwischen 17 Uhr und Mitternacht gekracht haben, berichtet der Radiosender. In drei Fällen soll es Verletzte gegeben haben, in den meisten Fällen blieb es aber bei Blechschäden. Auch in der Oberpfalz zählte die Polizei zahlreiche Unfälle, hier sollen es mehr als 50 gewesen sein. 20 Menschen wurden hier verletzt. 

Mehrere schwerere Unfälle in Franken

Fünf Menschen sind in Oberfranken verletzt worden, als eine 18-jährige Fahrerin mit ihrem Wagen ins Schleudern geraten ist. Ein Mitfahrer der Frau erlitt lebensgefährliche Verletzungen, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag sagte. Das Auto rutschte nach einer Brücke nahe des Dorfs Dürrenwaid bei Geroldsgrün (Landkreis Hof) von der nassen, aber nicht eisglatten Straße und eine Böschung hinab. Das Auto überschlug sich mehrmals und blieb auf dem Dach liegen. Genauere Angaben zur Unfallursache und Details zu den Verletzten konnte die Polizei zunächst nicht machen.

Bei Würzburg krachte auf der A3 ein Geländewagen auf schneeglatter Fahrbahn in mehrere Fahrzeuge an einem Stauende. Dabei wurden sieben Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der 48 Jahre alte Fahrer habe am Montag die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sei mit großer Wucht auf zwei Fahrzeuge aufgefahren. Dann schrammte der Geländewagen den Angaben zufolge noch drei weitere Autos. Für die Bergung musste die Polizei die Autobahn in Richtung Nürnberg mehr als eine Stunde sperren.

Dennoch lief der Wintereinbruch meist glimpflich ab. „Dass es ein bisschen öfter kracht, als wenn es trocken ist, ist ja normal“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums des Innen- und Verkehrsministeriums in München. Die Zahl der Unfälle sei für einen Wintereinbruch üblich. Einige Menschen seien verletzt worden. „Die Zeit ist ganz gut“, sagte der Sprecher mit Blick auf die Schulferien. Daher herrsche auch weniger Berufsverkehr auf den Straßen im Freistaat.

Auch am Mittwoch soll es schneien

Am Dienstag mussten sich Autofahrer wieder auf winterliche Verhältnisse auf Bayerns Straßen einstellen, und auch am Mittwoch soll es in Bayern noch kräftig schneien bei teils starkem Wind, in höheren Lagen können bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen. Es drohen Verkehrsbehinderungen auf den Straßen. Die Temperaturen liegen bei 0 bis 4 Grad. 

So geht's sicher am Schneepflug vorbei 

Richtig kalt soll es aber auch noch werden, wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net verrät: „Etwa im Erzgebirge oder am Alpenrand drohen dann sogar Tiefstwerte um -20 Grad. Das werden die kältesten Nächte des bisherigen Winters 2016/2017.“ So wird das Wetter in Ihrer Region.

Lebensretter warnen vor dünnem Eis auf Gewässern

Außerdem warnen Experten davor, sich schon auf das noch dünne Eis zugefrorener Gewässer zu begeben. Eisflächen sollten mindestens 15 Zentimeter stark sein, bevor sie betreten werden können, erinnerte der Landesverband Bayern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Deshalb müssten nun erst einmal viele Tage mit starkem Nachtfrost abgewartet werden, bevor man etwa zum Schlittschuhlaufen die Eisflächen betritt. Derzeit seien die Eisflächen noch alles andere als tragfähig.

Glatteis führt zu tödlichen Unfällen in Deutschland

Auf schneebedeckten Straßen kam es am Montag deutschlandweit zu vielen Glätteunfällen. Im sächsischen Niederau starb eine 21-Jährige. Ihr Auto kam von der Fahrbahn ab, raste einen Hang hinunter und prallte gegen einen Baum. Bei Leipzig verunglückte eine 82-jährige Autofahrerin tödlich. Ihr Wagen überschlug sich und landete auf dem Dach.

mes/dpa

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