Wirtschaftsminister: 300 neue Flächen für Windkraft im Wald

Hubert Aiwanger (Freie Wähler)
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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW).

München - In Bayern stehen für den Bau von Windkraftanlagen im Wald nach den Worten von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) 300 potenzielle Flächen zur Verfügung. 100 Standorte befänden sich im Staatswald, 200 auf privaten Waldflächen, sagte Aiwanger am Montag nach der Besichtigung eines Windparks im Kreis Bayreuth. Konflikte mit Jagd und Wild befürchtet Aiwanger, selbst Jäger, nicht.

Es ergäben sich sogar neue Äsungsmöglichkeiten für das Wild.

Alle 300 Flächen seien weiter als 1250 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt. Es sei aber eine Bauleitplanung notwendig, um nicht mit der 10H-Regelung in Konflikt zu geraten. Diese sieht vor, dass der Abstand zwischen Windkraftanlagen und Wohnbebauung mindestens das Zehnfache der Anlagenhöhe betragen muss. Die Kommunen können jedoch Ausnahmen machen.

„Wenn man diese Gebiete betrachtet, halte ich rund 300 neue Standorte mit jeweils mehreren Windkraftanlagen für durchaus realistisch“, sagte Aiwanger. Voraussetzung hierfür sei jedoch, dass es den politischen Willen vor Ort gebe und die Bevölkerung den Nutzen für die Kommune und für eine klimaverträgliche, dezentrale Stromversorgung erkenne. Die Standortbesitzer und die benachbarten Kommunen könnten von Einspeisvergütungen und anderen Fördermöglichkeiten profitieren. „Das sind für die Kommune zwischen 12.000 und 16.000 Euro pro Jahr“, sagte Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur.

In Bayern kommen derzeit laut Aiwanger mehr als 50 Prozent des Strombedarfs aus regenerativen Energiequellen. „Ich gebe auch beim Thema Solar Vollgas“, sagte Aiwanger. Hier lägen bereits 50.000 Förderanträge zur Anschaffung von Stromspeichern vor. Im Kreis Bayreuth wird nach den Worten von Landrat Florian Wiedemann (Freie Wähler) bereits der gesamte Strombedarf aus regenerativer Energie gedeckt. dpa

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