Seit 2015 sinkt Zahl wieder

Galt als fast ausgestorben: 831 Menschen in Bayern mit Tuberkulose angesteckt

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Ein Arzt untersucht einen Patienten in der Lungenklinik in Parsberg auf Tuberkulose.

Tuberkulose galt in Bayern schon mal als fast ausgerottet. Doch 2018 haben sich 831 Menschen im Freistaat wieder mit der potenziell gefährlichen Krankheit angesteckt.

Würzburg - Die Infektionskrankheit Tuberkulose ist immer noch nicht ausgerottet. In Bayern haben sich vergangenes Jahr 831 Menschen angesteckt, wie das Landesamt für Gesundheit bekanntgab. 

Am Sonntag (24. März) ist Welttuberkulosetag. Heuer können die Behörden nur leicht positive Nachrichten vermelden. Mit der Migrantenzahl war die Anzahl der Tuberkulose-Fälle 2015 relativ stark angestiegen. Seitdem sinkt sie, liegt aber noch über dem Niveau früherer Jahre.

Tuberkulose in Bayern und Deutschland: 100 Fälle endeten tödlich

Insgesamt gibt es in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) jährlich etwa 5500 Fälle, 100 enden tödlich. Infektionen würden häufig zu spät diagnostiziert. „Bei Symptomen wie länger bestehendem Husten, Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsabnahme sollte immer auch an Tuberkulose gedacht werden“, heißt es vom RKI.

Die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe mit Sitz in Würzburg weist darauf hin, dass eine Infektion nicht direkt gefährlich sei. Die Krankheit breche vor allem bei geschwächtem Immunsystem aus. Zudem seien nicht alle Arten ansteckend.

Tuberkulose ist eine der ältesten Krankheiten der Welt. Sie kann unter anderem von Mensch zu Mensch über die Luft übertragen werden, etwa durch Husten. In Deutschland sind besonders Migranten betroffen. 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich vorgenommen, Tuberkulose bis 2030 stark zu reduzieren und bis 2050 quasi zu beseitigen. Doch die meisten Länder tun sich damit laut WHO schwer. Der Gedenktag wird jedes Jahr am 24. März begangen, da das Bakterium am 24. März 1882 entdeckt worden war.

dpa/lby

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Sowie: Zehn Fragen und Antworten zu Tuberkulose

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