Vorfall in Würzburg

Mutmaßliche Rechtsextreme angeklagt - weil sie bei Faschingszug gegen Flüchtlinge gehetzt haben sollen

Nach einem Faschingsumzug in Würzburg werden nun drei Menschen wegen Volksverhetzung angeklagt.
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Nach einem Faschingsumzug in Würzburg werden nun drei Menschen wegen Volksverhetzung angeklagt.

Der Vorfall ist schon zwei Jahren her, nun wurden zwei Männer und eine Frau angeklagt. Sie sollen beim Würzburger Faschingszug gegen Flüchtlinge gehetzt haben.

Würzburg - Weil mutmaßliche Rechtsextreme im Würzburger Faschingszug 2017 gegen Flüchtlinge gehetzt haben sollen, gibt es ein juristisches Nachspiel. Vier Menschen würden wegen Volksverhetzung angeklagt, teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg am Mittwoch mit. Die Main-Post hatte zuvor darüber berichtet.

Mutmaßliche Rechtsextreme mischen sich in Würzburg unter Faschingszug

Mehrere Menschen, die zur rechtsextremen Splitterpartei „Der dritte Weg“ gehören sollen, hatten sich beim Würzburger Faschingsumzug vor zwei Jahren für kurze Zeit unter die Teilnehmer gemischt. Sie waren schwarz angemalt und trugen ein Plakat mit der Aufschrift „Wir wissen genau, abschieben wird uns keine Sau!“. Besucher des Umzugs hatten den Zwischenfall gemeldet. Den Angeklagten droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.

Auch aktuell gab es einen Zwischenfall bei einem Faschingszug in Würzburg einen Zwischenfall. Dort ist eine Polizeikontrolle eskaliert.

Drei Männer und eine Frau angeklagt: Ein Verdächtiger bereits vorbestraft

Die Behörden fanden die Verdächtigen mit Videomaterial des Bayerischen Rundfunks und der Internetseite der Partei. Angeklagt sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft drei Männer und eine Frau. Ein Mann sei in den 1950er-Jahren geboren worden, die anderen Anfang der 1990er-Jahre. Sie stammten aus den drei fränkischen Regionen. Ein Verdächtiger sei wegen unerlaubtem Munitionsbesitz vorbestraft. In Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck attackierte eine 26-Jährige nach einem Faschingszug ihre eigene Zwillingsschwester, berichtet Merkur.de*.

dpa

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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