Gastbeitrag von Mario Hanousek

ESC 2021: Experte schwärmt von Favoriten - und wagt Prognose für deutschen Teilnehmer Jendrik

Wer gewinnt den Eurovision Song Contest 2021? Wo landet Jendrik mit dem Song „I don‘t feel Hate“ für Deutschland? ESC-Blogger und -Experte Mario Hanousek wagt eine Prognose.

Rotterdam/Wien - Der Eurovision Song Contest 2021 rückt näher - es ist Corona-bedingt der erste seit zwei Jahren. Am Dienstag und am Donnerstag steigen die Halbfinals, am Samstag dann der eigentliche Wettbewerb*. Wer hat die besten Chancen? Wo landet Jendrik für Deutschland? Für tz.de und Merkur.de wagt Experte Mario Hanousek in seinem Gastbeitrag eine Prognose. Der Wiener betreibt den Blog marioliebtesc.com und twittert unter www.twitter.com/mariohanousek zum Eurovision Song Contest.

Eurovision Song Contest: Experte Mario Hanousek wagt Prognose

Es ist der 731. Tag (Montag, 17.05.) seit dem letzten Song-Contest-Finale. Während Duncan Laurence, der Sieger aus der Niederlanden, gerade international durchstartet, treten in Rotterdam diese Woche 39 Länder an, um die Nachfolge des singenden Holländers zu übernehmen.

Eurovision Song Contest: Voilà, douze Points für die Favoriten!

Bei den Wettanbietern rangieren in diesem Jahr die drei französischsprachigen Songs ganz oben - Frankreich, die Schweiz und Malta. Zwei davon haben meiner Meinung nach noch die Chance zu gewinnen: Frankreich verführt mit einer gefühlvollen Ballade (und magischer Kameraführung) und trifft mit dem Song „Voilà“ direkt ins Herz. Auch die Schweiz hat eine starke Powerballade, Gjon‘s Tears erreicht tonlich Höhen, die für pure Gänsehaut sorgen. Seine Performance hat etwas Kunstvolles und hält ihm zurecht die Chance offen, zu gewinnen. 

Ein persönlicher Favorit ist noch Norwegen. Auch wenn es für einen Sieg nicht reichen wird, ist die Botschaft toll: Der größte Popstar Norwegens, Tix, singt im Engelskostüm (während er Dämonen an der Leine führt) für die ausgegrenzten Menschen, nachdem er in seiner Jugend selbst wegen seines Tourette-Syndroms gemobbt wurde. Der Song wird mit jedem Hören noch eingängiger, schöner Eurovision-Pop, der auch gerne öfters im Radio laufen darf. 

Eurovision Song Contest: No Hate für Deutschland!

Für Deutschland tritt dieses Jahr der 26-jährige Jendrik Sigwart* an. Der Musicaldarsteller hat im vergangenen Jahr auf seinen Social-Media-Kanälen (mit dem Musikvideo zu seinem Song „I don‘t feel Hate“, mit dem er auch Deutschland vertreten wird) probiert, sich proaktiv für den ESC zu bewerben. Eigentlich ist das nicht möglich, doch die Verantwortlichen des NDR wurden auf ihn aufmerksam und haben ihn dann im internen Castingprozess ausgewählt. 

Jendrik, hier bei den ESC-Proben, wird für Deutschland eine bunte Show präsentieren.

Mit dem quirligen Musicaldarsteller hat Deutschland auch eine gute Wahl getroffen: Während vielen die Performance zu wild auf aufgedreht sein wird, ist das für die junge Social-Media-Generation ein perfekter Act. Auf der Bühne wird das Gute-Laune-Feuerwerk abgeschossen - inklusive einem tanzenden Peace-Zeichen, Stepptanz-Intervall und glitzernder Ukulele. 

Der Song ist eingängig, ein bunter Mix aus Stilen und hat eine Botschaft: kein Hate, sondern nur Mitleid für die Hater. Meine Prognose: Deutschland wird im Finale in der unteren Hälfte landen, kann aber mit dem Song und Jendrik wirklich zufrieden sein. (Mario Hanousek) *tz.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © EBU / Andres Putting

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