Fehler in der technischen Sendeautomation

ARD-„Tagesschau“ nach mehreren Pannen abgebrochen - Jetzt ist klar, was die Probleme verursachte

Während der „Tagesschau“ hat es eine schwere Panne gegeben.
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Während der „Tagesschau“ hat es eine schwere Panne gegeben.

Die „Tagesschau“ musste wegen massiver technischer Probleme mehrmals unter- und schließlich komplett abgebrochen werden. Jetzt ist klar, warum.

  • Bei der ARD hat es eine schwere Panne gegeben.
  • Die „Tagesschau“ um 17 Uhr musste nach mehreren Aussetzern abgebrochen werden.
  • Jetzt ist klar, was die massiven Probleme verursachte.

Update vom 30. Dezember, 21.29 Uhr: Am Dienstag ist die „Tagesschau“ um 17 Uhr wegen massiver technischer Probleme abgesagt worden. Moderator Claus-Erich Boetzkes hatte sich bereits während der Sendung bei den Zuschauern entschuldigt. Den Grund für die Panne erfragte die Bild noch am Dienstag beim NDR. „Es gab technische Probleme mit der Sendeabwicklung, die derzeit behoben werden“, hatte Sprecher Ralf Pleßmann erklärt.

Offenbar mit Erfolg. Denn bereits die folgenden Nachrichtensendungen konnten problemlos gesendet werden. Was genau die Störung verursachte, wusste man nicht.

Nun ist es klar: „Ein Fehler in der technischen Sendeautomation hat gestern zum Abbruch der 17-Uhr-‚Tagesschau‘ geführt“, sagte Pleßmann der Bild und konkretisierte: „Die Sendeautomation sorgt zum Beispiel dafür, dass die Beiträge in der richtigen Reihenfolge abgespielt und die Inserts gesetzt werden.“

Schwere Panne bei der ARD: „Tagesschau“ abgebrochen - nach mehreren Aussetzern

Erstmeldung vom 29. Dezember 2020: Hamburg - Bei der ARD* hat es eine schwere Panne gegeben. Die „Tagesschau“ um 17 Uhr musste mehrmals unterbrochen werden. Schließlich wurde die Nachrichtensendung komplett abgebrochen.

Schon zu Beginn der Sendung fehlten die Bilder im Hintergrund. Und nachdem Moderator Claus-Erich Boetzkes den ersten Beitrag zur finanziellen Lage der Krankenhäuser während der Corona-Pandemie* anmoderiert hatte, kam es zur ersten massiven Panne. Der Beitrag lief nicht an. Boetzkes war irritiert. „So, jetzt sollte eigentlich ein Beitrag kommen. Und die Hintergrundbilder auch. Haben wir beides nicht. Ich weiß jetzt nicht, machen wir weiter mit dem nächsten Thema? Oder warten wir, bis der Beitrag kommt?“, fragte der Moderator während er sich ungeduldig die Hände rieb.

Tagesschau in der ARD abgebrochen: Moderator entschuldigt sich bei Zuschauern

Boetzkes war sich nicht einmal sicher, ob er überhaupt auf Sendung ist. Nach mehreren Sekunden des Stillstands sprach er schließlich „von einem massiven technischen Problem“. Es folgte die erste Unterbrechung. „Wir müssen an dieser Stelle die Sendung abbrechen, weil wir offenbar die Beiträge nicht mehr abfahren können“, sagte Boetzkes und entschuldigte sich bei den Zuschauern. „Es tut mir leid, dass wir nach einer knappen Minute schon wieder abbrechen müssen. Vielleicht gelingt ja innerhalb der nächsten Minuten ein Neuanfang. Bis dann eventuell.“ Der Moderator wurde ungeduldig. „Und“, fragte er, ehe die Regie die Störungsmeldung einblendete.

Nach rund drei Minuten folgte schließlich der zweite Versuch. Die Bilder im Hintergrund waren jetzt da und der Beitrag lief an. Doch es war der falsche. Nachdem die Regie den Fehler erkannt hatte, brach sie den Beitrag ab, doch der Ton lief weiter. Boetzkes - wieder eingeblendet - sagte: „Wenn einmal der Wurm drin ist, ist er richtig drin.“ Bereits vor einigen Monaten hatte es bei der ARD-Tagesschau gleich zwei dicke Pannen gegeben.

Schwere Panne während der Tagesschau: Beitrag läuft an - aber ohne Ton

Doch dann klappte es zunächst. Der Beitrag zur finanziellen Schieflage der Kliniken lief an, doch es fehlte erneut die Audio-Spur. Boetzkes musste routiniert eingestehen: „Also, meine Damen und Herren, auch der zweite Anlauf hat nicht funktioniert. Wir müssen an der Stelle leider abbrechen.“ Für die 17-Uhr-“Tagesschau“ war dies schließlich der K.o. „Ich bitte sehr um Entschuldigung. In dem Fall biete ich an, 20 Uhr kommt die nächste und dann - hoffentlich - einwandfreie - Tagesschau*. Für sie bis dahin.“

Bei Twitter folgten bald die ersten gehässigen Beiträge. Ein User spielte auf den Streit um eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags an und schrieb: „Was rauskommt, wenn man 86 Cent sparen muss.“ Ein anderer kommentierte: „Kaum ist Jan Hofer nicht mehr da...“ und verwies damit auf den Rückzug des langjährigen Nachrichtensprechers vor etwa zwei Wochen. Jan Hofer hatte sich in seiner Ära einmal eine pikante Mikro-Panne geleistet. (mt) *tz.de und Merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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