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Nach Tod von „Tatort“-Erfinder: Kult-Kommissar nimmt emotional Abschied

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Von: Stefanie Thyssen

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Axel Prahl und Gunther Witte kannten sich persönlich.
Axel Prahl und Gunther Witte kannten sich persönlich. © Astrid Schmidhuber

Er gehört zu den erfolgreichsten und beliebtesten Tatort-Kommissaren: Axel Prahl. In der tz erinnert er sich an Gunther Witte.

München - „Der Tod von Gunther Witte ist mehr als bedauerlich. Ich habe ihn persönlich noch kennenlernen dürfen. Als wir 2002 mit unserem Tatort in Münster angefangen haben, war er noch im Amt. Zuletzt haben wir uns bei der Bambi-Verleihung getroffen, als er für die ­Erfindung des Tatorts geehrt wurde und 35 ,Kommissare‘ auf der Bühne standen und ihm applaudierten. Ein besonderer Moment! Gunther Witte war ein wunderbarer, ein herzensguter Mensch. 

Und der Tatort hat ihm – über die Erfindung hinaus – viel zu verdanken. Denn er hat die Regeln dieses Formats festgelegt, die gerade in den Anfangsjahren, als noch nicht so viel experimentiert wurde wie heute, enorm wichtig waren. Etwa, dass der Mord in den ersten Minuten geschehen muss und dass es im Tatort keine Rückblenden gibt. Das ist heute alles etwas aufgelockert, aber der Rahmen ist geblieben. Man kann also ohne Übertreibung sagen, dass Gunther Witte mit der Erfindung des Tatorts TV-Geschichte geschrieben hat. Dass er gestorben ist, ist sehr, sehr schade.“

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