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TV-Kritik zu FC Bayern gegen FC Sevilla: Schlicht & Schatten…

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Von: Jörg Heinrich

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Kai Pflaume und Sebastian Hellmann - hinten freut sich Andi Herzog
Kai Pflaume und Sebastian Hellmann - hinten freut sich Andi Herzog © Sky/jh

Am offiziellen Welt-Party-Tag gab es auch bei den TV-Übertragungen der Partie des FC bayern München gegen den FC Sevilla sowohl Party-Könige als auch Spaßbremsen.

Wo viel schlicht ist, ist viel Schatten. Unter diesem Motto haben Sky und ZDF gestern das Bayernspiel übertragen. Aber wir wollen nicht zu kritisch sein, denn schließlich war gestern offizieller Welt-Party-Tag. Wir verraten, wer für eine anständige Sause gesorgt hat. 

Die Party-Könige: Sky-Austria-Experte Andi Herzog, der Lothar aus Wien, hat für den perfekten Party-Soundtrack gesorgt. Er marschierte zu seinem großartigen Wunschlied „Columbo“ von Wanda ein - mit DJ Andi kann musikalisch nichts schief gehen. Inhaltlich noch wertvoller war aber Holland-Experte Erik Meijer, der über „soschale Netzwerks“ philosophierte und Juves pfundigen Stürmer Gonzalo Higuaín so beschrieb: „Er hat ein bischchen Popo.“ Top auch Olli Kahn im ZDF, der die Bayern-Tuchel-Arie brillant auf den Punkt brachte: „Den wollten die ja nicht hundertprozentig, sonst hätten sie ihn jetzt.“

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Plauderer Pflaume und der Internet-Vorleser

Die Mitfeierer: Mit Kai Pflaume hat Sky wieder einen seiner gefürchteten Promi-Plauderer eingeladen. Nun ist Pflaume ein sympathischer Kerl und echter Bayern-Nerd - und man ist ja schon froh, wenn nicht Klum-Scherge Thomas Hayo im Studio sitzt. Worin inhaltlich der Sinn besteht, wenn so ein Promi den Sevilla-Stürmer Ben Yedder analysiert, oder wenn er enthüllt, dass Toni Kroos „ein ganz wichtiger Faktor im Spiel von Real Madrid“ ist, bleibt allerdings das Geheimnis von Sky. Noch überflüssiger ist Internet-Vorleser Riccardo Basile, der Videos von hopsenden „Schallalalala“-Fans vorführt und Selfies macht. Warum zur Hölle sitzt der da?

Die Spaßbremsen: Eurosport wäre beinahe sein Experte Matthias Sammer abhanden gekommen, der künftig beim BVB mahnt. Das kann Sky mit Matthäus und Calmund nicht passieren - die beiden will keiner. Lothar quasselte gestern über „Sewillja“ und über Real-Trainer „Tzidann“. Party-Crasher des Abends war aber ZDF-Kommentator Oliver Schmidt. Der Mann, der so gern mitten im Satz gluckst und über seinen eigenen Unfug lacht („Kaum ist James im Spiel, höhöhö, leitet er den unerwarteten Ausgleich ein“), erzählte viel Abenteuerliches. Eine seiner Sottisen, nachdem Aggro-Franckie verwarnt wurde: „Ribéry kommt mit einem gelben Auge davon.“ Höhöhö-Olli - ein blaues Tuch für alle Freunde der deutschen Sprache.

Jörg Heinrich

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