München/MAN: 3000 Arbeitsplätze in Gefahr

Am MAN-Standort München stehen 3000 Arbeitsplätze auf der Kippe

MAN - Gebäude/Standort München
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Der Vorstand und der Betriebsrat der MAN Truck & Bus SE sind jetzt formell in die Verhandlungen zur Neuausrichtung des Unternehmens eingetreten.

Der Vorstand und der Betriebsrat der MAN Truck & Bus SE sind jetzt formell in die Verhandlungen zur Neuausrichtung des Unternehmens eingetreten.

Das Management des Nutzfahrzeugherstellers hatte der Arbeitnehmerseite umfassende Pläne zur Transformation von MAN vorgestellt und Gespräche angeboten, „um die Zukunft von MAN gemeinsam zu planen“.

Um weiter in die Zukunftsfelder alternative Antriebe, Digitalisierung und Automatisierung investieren zu können, müsse MAN „zunächst einen umfassenden Restrukturierungsprozess durchlaufen“. Ziel sei, so ein Sprecher, eine nachhaltige Verbesserung der Ertragslage.

Beide Seiten haben ihre Verhandlungsteams selbst zusammengestellt.

Auf Arbeitgeberseite werden sowohl die zuständigen Mitglieder des Vorstands, als auch die zuständigen Bereichsleiter und der Personalbereich vertreten sein. Auf Arbeitnehmerseite wird neben den Betriebsratsvertretern auch die IG Metall einbezogen sein. Martin Rabe, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der MAN Truck & Bus SE, zeigt sich „zuversichtlich, dass wir bis Jahresende zu einem tragfähigen Abschluss kommen werden.“

Der Vorstand von MAN Truck & Bus hatte zuvor eine mit dem Betriebsrat vereinbarte Vereinbarung zur Beschäftigungs- und Standortsicherung gekündigt und 3000 von 9000 Arbeitsplätzen im Werk Ludwigsfeld, das an der Grenze zu Karlsfeld liegt, in Frage gestellt. Zahlreiche Mitarbeiter von MAN wohnen im Landkreis Dachau. MAN- Betriebsratschef Saki Stimoniaris sagte, die Kündigungspläne von MAN seien „unterste Schublade. Im Werk herrsche inzwischen eine Stimmung aus Angst und Wut, berichteten Mitarbeiter den Dachauer Nachrichten.

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