450-Euro-Stellen nicht krisensicher

500 Minijobs im Landkreis verloren gegangen

Ein Mann beim Fenster-Reinigen
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In der Gebäudereinigung sind Minijobs besonders stark verbreitet – und werden für die Betroffenen häufig zur Armutsfalle.

Rund 500 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse sind vergangenes Jahr im Landkreis Dachau verloren gegangen. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit und beruft sich auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. 

„Der Rückgang zeigt, dass Minijobs in der Pandemie schnell zur Falle werden können. In unsicheren Zeiten kürzen Firmen zuerst bei den 450-Euro-Kräften, die weder Anspruch auf Kurzarbeiter- noch auf das Arbeitslosengeld haben“, kritisiert Michael Müller von der IG BAU Oberbayern. Betroffene müssten besser geschützt und Minijobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig werden. In der Gebäudereinigung seien prekäre Arbeitsverhältnisse besonders stark verbreitet und würden insbesondere für Frauen zum Armutsrisiko. Laut Arbeitsagentur zählten die Reinigungsfirmen im Kreis Dachau Ende vergangenen Jahres rund 440 Beschäftigte, die einen Minijob als alleiniges Einkommen haben. Das sind 34 Prozent aller Arbeitnehmer in der Branche. Die IG BAU rät Beschäftigten, die während der Pandemie ihren Minijob verloren haben oder um dessen Verlust fürchten, Hilfe bei der Gewerkschaft zu suchen.

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