"Caritas wählt Klartext"

Denkanstoß für Politiker und Wähler

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Susanne Frölian, Kai Kucharaik (Assistent Schuldnerberater), Axel Hannemann und Lena Wirthmüller (von links) mit den Postkarten, die für ihre Aktion werben.

Dachau - Mit ihrem neuen Projekt versucht die Caritas den Politikern sowie den Wählern soziale Fragen des Landkreises näher zu bringen.

Die Caritas fordert mit ihrer Aktion „Caritas wählt Klartext“ konkrete Aussagen zu sozialpolitischen Themen. Ein Fragebogen wurde allen Bürgermeister- und Spitzenkandidaten zugesandt. Langsam trudeln die Antworten ein. „Die Resonanz ist bis jetzt recht positiv“, zieht Lena Wirthmüller, Schuldnerberaterin bei der Caritas, die erste Bilanz. Aber erst am Ende und zwar kurz vor der Kommunalwahl im März wird sich herausstellen, wer sich für die neun Fragen Zeit genommen hat. Die Antworten werden sicherlich einigen Wählern die Entscheidung bei der Kommunalwahl erleichtern. „Wir denken, dass wir so belastbare Aussagen bekommen werden“, ist Susanne Frölian, Jugend- und Elternberaterin, sich sicher.

Vorbild war das Armutszeugnis

Die Fragen zielen hauptsächlich auf Wohnraum für finanziell schwächere Menschen und die Schul- und Kinderbetreuung ab. Als Grundlage für die Fragen diente der Armutsbericht, der von Lena Wirthmüller vergangenes Jahr vorgestellt wurde. „Vor allem soll die Grundeinstellung der Politiker zum sozialen Leben herauskommen“, erhofft sich Wirthmüller. 45 Bögen wurden bisher versandt, da noch nicht alle Kandidaten feststehen, müssen noch einige nachgereicht werden. Die Antworten werden im Internet veröffentlicht. Diese sollen in den nächsten Tagen online gehen. Die Webseite www.caritas-dachau-waehlt-klartext.de ist schon im Netz.

Für Details nachhacken

„Das Projekt soll helfen, damit sich jeder aktiv mit sozialen Fragen befasst“, erklärte Lena Wirthmüller. Dass Antworten auf einem Fragebogen nicht immer der Wahrheit entsprechen oder aussagekräftig sein müssen, ist Axel Hannemann, Caritas-Kreisgeschäftsführer, bewusst. „Der Teufel steckt im Detail“, sagte er und hofft, dass die Bürger zum Beispiel bei der nächsten Bürgerversammlung nachhaken werden. So ist das Projekt zumindest ein kleiner (Denk)Anstoß für „Politiker, die vorher vielleicht gar nicht an Altersarmut oder Asylunterkünfte gedacht haben“, sagte Lena Wirthmüller.

mik

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