Richterlich bestätigt: Verbindungsstraße in Altomünster wird gebaut.

„Naturfrevel ersten Ranges“ in Altomünster

Der Holzweg, der nach Altomünster führen soll.
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Der Bund Naturschutz will zusammen mit der Bürgerinitiative Holzweg 21 will die geplante und in ihren Augen völlig unnötige Straße von Altomünster nach Ruppertskirchen verhindern.

In Altomünster soll in diesem Jahr eine neue Straße gebaut werden. Diese Verbindungsstraße wird von vielen Beteiligten auch „Holzweg“ genannt. Denn das Vorhaben hat Gegner:

Das Projekt soll durch Bürgerkosten finanziert werden. Außerdem in der örtliche Bund Naturschutz der Meinung, dass die Eingriffe in die Natur erheblich wären. Deshalb reichte der Verein Klage gegen das Projekt ein. Kurz vor Weihnachten fand dann die Verhandlung gegen den Bebauungsplan für den „Holzweg“ in Altomünster statt.

In einer Pressemitteilung des Vereins heißt es: „Die Richterin ging bei der Behandlung des Falls ausschließlich davon aus, dass die Gemeinde ihre Verkehrspolitik umsetzen kann, wie immer sie dies für richtig hält. Sie zog weder die tiefen Einschnitte, die den angrenzenden Wald entwässern, noch artenschutzrechtliche Aspekte in Betracht. Ebenfalls zeigte sich die Richterin unbeeindruckt von der Tatsache, dass der Straßenbau große Naturzerstörungen mit sich bringt. Der Wald am künftigen Straßenrand wird aller Wahrscheinlichkeit zusammenbrechen, fallende Bäume werden früher oder später zu Verkehrsgefährdungen führen.“ Auch auf die Folgen für das Landschaftsbild sei die Richterin, nach Aussagen von Roderich Zauscher, erster Vorsitzender der BN Kreisgruppe Dachau, nicht eingegangen.

Die Gemeindevertreter halten die neue Straße allerdings aufgrund der Anbindung zum Gewerbegebiet und insbesondere für das Betonsteinwerk Huber für notwendig. „Im Klartext heißt das: Auf Gemeinde-, sprich: Bürgerkosten soll eine Straße errichtet werden, die dem speziellen Interesse einer privaten Firma dient“, kontert der Bund Naturschutz gegen diese Begründung. Der Verein hielte dieses Straßenbauprojekt für einen „Naturfrevel ersten Ranges“. Dessen Mitglieder wollen das Projekt, das auch von Gemeindebürgern abgelehnt wird, weiterhin politisch bekämpfen.

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