Altenheim Sankt Josef in Karlsfeld schließt nach 45 Jahren

Sankt Josef Altenheim in Karlsfeld
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Die etwa 70 Mitarbeiter des Altenheims werden auch nach der Schließung bei der Caritas arbeiten.

Der Betrieb kann aufgrund großer baulicher Probleme nicht mehr aufrecht erhalten werden. Die Caritas muss ihr Altenheim Sankt Josef in Karlsfeld zum 30. Juni 2022 schließen.

„Wir bedauern diese Entscheidung sehr, aber das Haus erfüllt die baulichen Mindestanforderungen, die durch die Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (AVPfleWoqG) gestellt werden, in wesentlichen Punkten nicht mehr“, erläutert Caritas-Vorständin Gabriele Stark- Angermeier, zuständig für Altenhilfe, Soziale Dienste und Personal. Für die Mitarbeiter sowie die Bewohner und deren Angehörige gab es verschiedenen Informationsveranstaltungen. „Wir tun alles, damit sich die Bewohner auf die neue Situation einstellen können und einen guten Start in ein neues Zuhause haben“, betont Stark-Angermeier.

Doris Schneider, Geschäftsleiterin der 27 Caritas-Altenheime warb gestern bei den Bewohnern um Verständnis für die Entscheidung und sicherte zu: „Wir werden Sie und Ihre Angehörigen dabei unterstützen, einen neuen Platz zu finden, der hoffentlich Ihren Vorstellungen entspricht. Die umliegenden Caritas-Altenheime, vor allem das Marienstift in Dachau, Sankt Anton in Gröbenzell, Sankt Nikolaus in München-Schwabing, aber auch die anderen Caritas-Altenheime in München und dem Umland nehmen ab sofort keine neuen Bewohner mehr auf, um Plätze für Sie frei zu halten.“ Auch Monika Ueltzhöffer, Heimleiterin von Sankt Josef, signalisierte jedwede Unterstützung, insbesondere bei der Organisation der Umzüge. „Selbstverständlich übernehmen wir auch die Kosten des Umzug.“

Schneider versicherte, dass die Caritas ihr Möglichstes tun wird, um die Belastungen für die Bewohner und deren Angehörige zu erleichtern. Das Caritas-Altenheim Sankt Josef in Karlsfeld ist derzeit mit 75 Bewohnern belegt. Das Haus wurde 1975 eröffnet. „Das Gebäude ist über 45 Jahre alt und hat keine barrierefreie Ausstattung, insbesondere im Bereich der Nasszellen und Balkone“, erläuterte Geschäftsleiterin Schneider. Die Ausstattung entspreche weder den Erwartungen der Kunden noch den Vorstellungen einer modernen stationären Altenpflege. Das Haus erfülle die baulichen Mindestanforderungen, die durch die Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (AVPfleWoqG) gestellt würden, in wesentlichen Punkten nicht und habe nur mehr eine befristete Betriebserlaubnis bis zum 31. August. 2031.

Die etwa 70 Mitarbeiter des Altenheims Sankt. Josef „erhalten adäquate Anschlussbeschäftigungen in anderen Caritas-Altenheimen und -Einrichtungen“, sagte Stark-Angermeier. Der Bedarf an Mitarbeitern sei im Caritasverband so hoch, dass die Übernahme aller Beschäftigten kein Problem darstelle.

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