Der Ampertaler des Monats.

Ampertaler: Konkurrenzscheuer Sellerie

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Der Kriechende Sellerie ist vom Aussterben bedroht. Ihn gibt es nur in Europa.

Landkreis - Dieser Ampertaler liebt es nass und vor allem zurückgezogen.

Der Ampertaler dieses Monats ist an Unscheinbarkeit kaum noch zu überbieten. 

Dennoch ist er eine der absoluten Raritäten des Ampertals, und auch weltweit eine ziemliche Seltenheit. Der Kriechende Sellerie ist nämlich ein reiner Europäer, den man nur vom Atlantik bis nach Polen hinein findet. Er liebt es feucht oder sogar nass, denn als weitere Besonderheit existiert diese Pflanze sowohl in einer Wasser- als auch in einer Landform. Im Wasser besiedelt er flachere Bereiche. Besonders liebt er Uferzonen mit schwankendem Wasserstand. Entlang der Amper sind es vor allem Gräben und kleine Quellbäche, welche es ihm angetan haben. Eines ist aber allen Standorten gemeinsam: es darf nur wenig Konkurrenz vorhanden sein, denn hochwüchsige Pflanzen und starke Beschattung machen dem bodennah dahinkriechenden Sellerie schnell den Garaus. Das gilt auch für seinen Lebensraum an Land. 

Dort sind es vor allem feuchte Weiden, auf denen durch Fraß die Vegetation niedrig gehalten wird, wo der Kriechenden Sellerie zu finden ist. Erstaunlicherweise siedelt er auch vereinzelt in sogenannten Scherrasen, also regelmäßig gemähten Flächen. 

Während die Landform weiße Doldenblüten ausbildet und sich über Samen vermehrt, breitet sich die Wasserform rein vegetativ aus, das heißt über ihren kriechenden Spross oder auch abgerissene Teile davon, die andernorts wieder Wurzeln schlagen. So oder so, wichtig ist in beiden Fällen der passende Lebensraum. Dieser ist durch Entwässerung weitgehend verloren gegangen, und auch fehlende flache Uferzonen an Gräben und Bächen machen es der Art schwer.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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