Arbeiter- und Industriemuseum Dachau

Auf dem MD-Gelände ein Arbeiter- und Industriemuseum?

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An welcher Stelle der ehemaligen MD-Papierfabrik könnte das neue Arbeiter- und Industriemuseum errichtet werden? Noch wurde kein passender Platz gefunden.

Dachau - Von einem Museum über die Wirtschaftsgeschichte Oberbayerns waren viele Stadträte begeistert, doch es sind zu viele Punkte ungeklärt.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Kreisheimatpfleger Norbert Göttler hatten die Idee, in Zusammenarbeit mit dem Regierungsbezirk und dem Landkreis, ein Arbeiter- und Industriemuseum auf dem MD-Gelände zu errichten.

Thema solle die Wirtschaftsgeschichte Oberbayerns sein

Oberbürgermeister Florian Hartmann und Landrat Stefan Löwl fanden die Idee gut. Ein Votum der Bürgerbeteiligung sprach sich ebenfalls dafür aus. Grundsätzlich wäre so eine Einrichtung möglich. Doch bei der letzten Sitzung des Kulturausschusses ist deutlich geworden, dass dieses Konzept die Realisierung anderer Planungen auf dem MD-Gelände verhindern würde.

Verhinderung anderer Planungen auf dem Gelände

Die SPD-Stadtratsfraktion hatte deshalb im Stadtrat den Antrag gestellt, die Planungen für das MD-Gelände so weiterzuführen, dass die Realisierungschancen für das Projekt nicht vergeben würden. Dieser Antrag wurde nun in der Stadtratssitzung besprochen. Der Plan sah vor, das bestehende MD-Papiermuseum in das geplante Industriemuseum zu integrieren. Ein möglicher Standort sollte die denkmalgeschützte Papierhalle sein. Doch in der Kalender-und Papierhalle sind 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche für Geschäfte vorgesehen. Außerdem ist dort ein Jugendkulturzentrum geplant.

Es müsse also entschieden werden, welche Nutzungen zurückstehen oder verlagert werden sollten

OB Florian Hartmann sagte dazu: „Wenn so weiter gemacht wird wie geplant, ist ein Museum nicht mehr möglich“. Edgar Forster (Freie Wähler) war überzeugt, dass eine solche Einrichtung die Dachauer Kultur bereichern würde. Allerdings würde er beim derzeitigen Stand der Dinge nicht wissen, ob er dagegen oder dafür stimmen solle. Auch Stadträtin Gertrud Schmidt Podolski (CSU) sieht den Bau eines Museums positiv: „Die Idee ist charmant.“

Doch wie sieht es mit den Kosten aus? Was bleibt an der Stadt hängen?

 Mindestens ein Drittel müsse die Stadt tragen, dazu noch ein Drittel der laufenden Kosten. Auch die städtebaulichen Konsequenzen seien nicht geklärt. OB Hartmann bestimmte nach längerer Debatte, dass die Kostenfrage nicht öffentlich diskutiert werden könne. Die Sitzung wurde daraufhin nicht öffentlich weitergeführt. Danach beauftragten die Stadträte OB Hartmann weitere Gespräche mit Josef Mederer und mit den Eigentümern zu führen, um Kosten und weitere Planungen zu klären.

roc

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