330 Mitglieder und Gäste kamen zur Feier.

Arbeiterwohlfahrt Dachau feierte ihr 100-jähriges Bestehen

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Die AWO Dachau feierte ihr 100-jähriges Jubiläum im MAN Forum.

Dachau - Ein Jahrhundert soziale Werte

Die Arbeiterwohlfahrt Dachau (AWO) feierte vor Kurzem ihr 100-jähriges Jubiläum. 

Dort konnte die Institution rund 330 Gäste im MAN Forum begrüßen. Geladen waren haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, Kooperationspartner und Ortsvereine der AWO Dachau. Zu Beginn des offiziellen Teils wurde auf Leinwänden ein Film zur Geschichte der AWO, von ihrer Gründung 1919 durch die modern denkende Frauenrechtlerin, Sozialreformerin und Politikerin Marie Juchacz bis heute gezeigt. Als erster Redner wurde Landrat Stefan Löwl auf die Bühne gebeten, der betonte, dass die AWO ein wichtiger Partner für den Landkreis und die Bürger sei. Es folgten der Bezirkstagspräsident Josef Mederer sowie Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann, die ihre Verbundenheit mit der AWO und ihren Werten zum Ausdruck brachten.

Mederer betonte, dass der Umgang mit hilfsbedürftigen, benachteiligten Menschen gerade in der heutigen Zeit wahre Stärke zeige und Hartmann erntete zustimmenden Zwischenapplaus, als er die Frage aufwarf, warum gerade in Deutschland – einem der reichsten Länder der Welt – die Finanzierung von Frauenhäusern nicht ausreichend gesichert sei. Weiterhin betonte er, dass die AWO als bedeutender Partner der Stadt Dachau zählt und die Zusammenarbeit gewinnbringend verlaufe. Maria Noichl, Mitglied des Europäischen Parlaments, betonte die maßgeblichen gesellschaftlichen Auswirkungen des Frauenwahlrechts in Deutschland, Europa und der Welt. Ohne das Frauenwahlrecht sei Demokratie nicht denkbar. Juchacz, die Gründerin der AWO, sei dafür eine Wegbereiterin gewesen. Zwischen einzelnen Programmpunkten sorgte Poetry-Slammer und Autor Alexander Burkhard für Denkanstöße. 

In seinen Texten beschäftigte er sich mit der jüdischen Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Carry Brachvogel und der fehlenden finanziellen und gesellschaftlichen Anerkennung für soziale Berufe. Am Ende wurden Oskar Krahmer und seine Mitstreiter Thea Zimmer, Helmuth Schuh und Dieter Moser mit allen Ehren verabschiedet.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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