Die Sozialbauwohnungen in Dachau verschlucken immer mehr Geld.

Armut bringt die Stadt Dachau an ihre Grenzen

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Zweites Treffen des Netzwerks zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit geringen finanziellen Ressourcen im Landkreis Dachau in Dachau.

Dachau - Es sind noch viele Forderungen offen beim zweiten Netzwerk-Treffen im Landkreis.

Monatlich kommen etwa 50 Menschen im Landkreis Dachau in Schwierigkeiten, weil sie sich keine Krankenversicherung leisten können. 

Das griff der Zwischenbericht, zu dem sich das „Netzwerk gegen Armut“ kürzlich auf. Auf Einladung von Heidi Schaitl, Caritas-Kreisverband Dachau, stellten die Koordinatoren der fünf Arbeitsgruppen (AG) im Saal des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Ergebnisse und Ziele für ihre weitere Arbeit vor. Die AG Gesundheit will, laut Sylvia Neumeier von der Drogenberatung Drobs, eine ärztliche Versorgung nach dem Vorbild des Münchner Ärzte-der-Welt-Projekts „open.med“ aufbauen. Unter dem Stichwort Geldführerschein plant die AG Bildung nach den Worten von Catrin Müller schon im Vorfeld, Geldkompetenzen an Schulen zu vermitteln. Einen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Pool für Menschen, denen es schwerfällt, den Erwartungen an sie gerecht zu werden, will Sascha Neumeier und die AG Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Job-Center etablieren. Martina Ernst von der AG Armut im Alter berichtete, mit dem Seniorenfrühstück im Bürgertreff Dachau-Ost biete Maria Pojda vom Lichtblick-Verein bereits jeden ersten und dritten Freitag im Monat von 10 bis 12 Uhr ein niederschwelliges Angebot. Ein aktueller Seniorenratgeber ist auf der Homepage des Landratsamtes unter https://www.landratsamt-dachau.de/flipbook/seniorenratgeber/index.html zu finden. 

Das seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises lässt sich unter https://www.landratsamt- dachau.de/media/2869/seniorenpolitisches-gesamtkonzept.pdf nachlesen. Einen umfangreichen Forderungskatalog an die Politik präsentierte Aylin Beqiraj von der AG Wohnen, Wohnungsnot und Armut: Sozialgerechte Bodennutzung, Sozialwohnungen in allen Gemeinden, Zweckentfremdung von Sozialwohnungen verhindern, Teilnahme an der Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit im Landkreis, aber auch Gesetzgebungsänderungen und Anreize, damit leerstehende Wohnungen vermietet werden. Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) sagte, die 63 Millionen Euro für den Bau neuer Sozialwohnungen in den kommenden fünf Jahren allein in Dachau gehe an die Grenzen der Belastbarkeit für die Stadt. Egon Endres moderierte anschließend eine Podiumsdiskussion. 

Auf Anregung von Landrat Stefan Löwl (CSU) gründete sich spontan noch eine sechste AG, Thema Armut und Klimaschutz.

srd

Quelle: Dachauer Rundschau

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