Dachau bekommt das neue Eisstadion.

ASV-Eisstadion ist nach wie vor Streitthema

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Es ist beschlossene Sache: Das neue Eisstadion wird seinen Platz im Süden des ASV-Geländes gebaut.

Dachau - Die Umstrukturierung des ASV-Geländes sorgt für Diskussionen bei den Stadträten.

Dass der ASV ein neues Eisstadion bekommen soll, steht schon seit rund zwei Jahren fest. 

Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU) griff diese Historie in ihren Ausführungen bei der letzten Planungs- und Bauauschusssitzung, wieder auf: Im Juli 2017 hätten die Stadträte das neue Eisstadion auf dem ASV-Gelände in der Gröbenrieder Straße beschlossen. Der ASV habe damals ebenfalls zugestimmt, da mit dieser Konzeption das Gelände„kompakt erweitert“ werden sollte. Deshalb hinterfragte Schmidt-Podolsky die erneute Entscheidung über den weiteren Planungsverlauf. 

SPD-Stadtrat Sören Schneider warf in den Raum, dass die Dachauer Woodpeckers „einen Sack voll Geld“ in Aussicht gestellt und ein Konzept für eine Eishalle an der Wallbergstraße präsentiert hatten. Auch der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats hätte entschieden, die Erweiterung des Geländes nach Süden zu gewährleisten. 

Während der Sitzung kristallisierte sich heraus, dass die Fraktionenzu unterschiedliche Vorstellungen und Forderungen hatten, die nicht alle erfüllt werden können. 

Am Ende setzten sich die CSU und die Grünen durch: Es wird eine Eishalle beim ASV entstehen. Mit dieser Entscheidung wird folgende Planungsvariante verfolgt: 

Um die Parkplatzsituation auf dem Gelände aufzulockern, wird die alte Georg-Scherer-Halle abgerissen. An ihrer Stelle soll ein Parkhaus mit rund 400 Parkplätzen entstehen. Die neue Georg-Scherer-Halle soll auf dem Grundstück der jetztigen Eisfläche entstehen und bis zu 1500 Zuschauer fassen können. Mehr Zuschauerplätze hatten sich alle Parteien sowie der Verein gewünscht. 

Nachteil dieses Beschlusses: Eigentlich sollte die alte Tennishalle, nach Plänen des ASV abgerissen werden. Eine neue sollte dort entstehen, wo nun das Eisstadion geplant ist. Die Tennishalle muss jetzt an ihrem alten Platz bleiben. Das hat zur Folge, dass die Ausfahrt aus dem Parkhaus allein über die Gröbenrieder Straße erfolgt. In Bezug auf die Lärmimmission beurteilt das Bauamt diese Lösung als kritisch. Ein weiteres Problem ist die Zufahrt für Feuerwehr und Lieferverkehr. Diese muss ebenfalls von der Gröbenrieder Straße aus erfolgen. Das wird laut Ariane Jungwirth, Stadtplanerin, „ein ganz großer Eingriff in den Verkehr. Denn es ist genau an der Stelle, wo der Fußweg die Straße schneidet“. Das Projekt wirft noch viele weitere Fragen wie die Aktualität der Prüfung weiterer Eishallen-Standorte, die die ÜB gefordert hatte, auf. Bauamtsleiter Moritz Reinhold äußerte sich dazu noch ohne konkrete Lösung: „Das müssen wir demnächst alles mit der Verwaltung abklären.“

ste

Quelle: Dachauer Rundschau

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