1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Dachau

Auftakt des Dachauer Volksfestes

Erstellt:

Kommentare

Dachauer Volksfest-Umzug
Es war ein Auftakt nach Maß und auch langjährige Dachauer Volksfestgänger staunten © pri

So viel wie heuer beim Auftakt des Dachauer Volksfest war viele Jahre nicht mehr los. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause kam die lang ersehnte Veranstaltung stärker denn je zurück. 

Gefühlt waren die Zahlen der Teilnehmer beim Umzug als auch die Zuschauer am Straßenrand doppelt so hoch wie vor der Pandemie. 19 Gruppen aus der Stadt Dachau und der Umgebung beteiligten sich an dem Volksfestumzug, bei dem die vorwegmarschierende Dachauer Stadtkapelle und der Trachtenverein D’ Ampertaler symbolisch standen für den Neustart des Megafestes. 

„Der Umzug war ein wunderbares Erlebnis“, sagte später Oberbürgermeister Florian Hartmann, der auch die schwarze Dachauer Männertracht trug.

Im Festzelt bildeten dann die Mitglieder des Trachtenvereins das Ehrenspalier für die Fahnenabordnungen der anderen Vereine und die Ehrengäste. Dabei klopften die Haselnussstecken auf dem Holzboden des Festzelts quasi den Countdown zum Anzapfen. Nach zwei Jahren Festabsage war diesmal alles recht emotional. Nur einer blieb ganz cool: Florian Hartmann. Der Dachauer OB legte seinen Mantel ab, zapfte ganz entspannt mit zwei Schlägen und füllte dann Krüge, bis auch der letzte Prominente auf der Bühne versorgt war. Vor allem Beniamino Maschietto, Bürgermeister aus der italienischen Partnerstadt Fondi feierte seine erste Maß jubelnd.

„Mit einem Schlag Anzapfen geht ja nicht“, erklärte OB Hartmann, „den Sicherheitsschlag danach braucht es immer. Und ein kleines bisschen hat es ja auch bei mir gespritzt.“ Nach zwei Jahren ohne Volksfest sei er keineswegs aus der Übung, weil es in den letzten zwei Jahren immer wieder Anlässe gab, bei denen der OB am Bierfass seinen Mann stehen musste. „Außerdem hatten wir ja auch die Bierprobe“, gab der souveräne Anzapfer zu bedenken. Hartmann stellte beim Umzug fest, „dass diesmal gefühlt wahnsinnig viele Dachauer dabei waren“. Landrat Stefan Löwl konnte nach anderen Volksfesten wie etwa in Markt Indersdorf bestätigen, „dass es nach den zwei Jahren Pause wieder so schön ist“. Und er freute sich für die Bürger: „Die Menschen wollen wieder feiern und sie sollen das auch tun.“

Als die Prominenz das Podium verlassen hatte, war das Festzelt längst bis auf den letzten Platz gefühlt und auf dem Vergnügungspark herrschte Hochbetrieb. So darf es in den nächsten Tagen weitergehen.

Auch interessant

Kommentare