Dachau/Volksbegehren Bienenrettung

Kein Platz für Kleinstlebewesen

+
Professor Dr. Gerhard Haszprunar, Präsident des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland, referierte zum Thema „Artenvielfalt und Biodiversität daheim und im Betrieb“

Dachau - Über 100 Besucher kamen zur zentralen Auftaktveranstaltung des Aktionsbündnisses Dachau für das Volksbegehren „Rettet die Bienen!“

Zur zentralen Auftaktveranstaltung für das Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!“ kamen weit über 100 Besucher in den Schützensaal im Gasthaus Drei Rosen. Der Präsident des Verbandes der Biologen Deutschlands, Gerhard Haszprunar, referierte über „Artenvielfalt und Biodiversität daheim und im Betrieb“. Dabei spann er den Bogen von globalen Missständen, dem nachgewiesenen Massensterben von Tier- und Pflanzenarten auch in unseren Breiten bis hin zu Folgen und Möglichkeiten für die einzelnen Arten. Als Hauptfaktor für den Rückgang an Kleinstlebewesen wie den Insekten, machte er die industrielle Landwirtschaft mit Pestizideinsatz, Überdüngung und Bodenerosion aus. Auf teils viel zu großen Flächen in der ausgeräumten Natur Bayerns gebe es vielfach keine Strukturen mehr, in denen sich Leben halten könne. Eines der vielen anschaulichen Beispiele: 

Ein mit Rasengittersteinen versehener Parkplatz im Gewerbegebiet sei ökologisch 20 mal wertvoller als ein Maisacker. In der Diskussion über die Rolle der Landwirtschaft erläuterte Haszprunar, dass sich seine Haltung nicht gegen einzelne Landwirte oder gar die Kleinbauern richte, sondern gegen das Gesamtsystem. Hier sei Unterstützung für die Landwirte bei der Umstellung auf naturverträglichere Bedingungen notwendig, wie sie das Volksbegehren aktuell fordere. Die Landkreissprecher für das Volksbegehren Adrian Heim und Peter Heller erläuterten abschließend, dass in Bayern das wirksamste Naturschutzgesetz Deutschlands verabschiedet werden soll. Noch bis 13. Februar müssen sich zehn Prozent der wahlberechtigten Bürger im Rathaus (in Dachau im Bürgerbüro) unter Vorlage des Personalausweises für das Volksbegehren eintragen, damit dieses Ziel erreicht werden kann.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

So gehen heimische Wildtiere mit der Sommerhitze um
So gehen heimische Wildtiere mit der Sommerhitze um
Hochsommerliche Temperaturen beim Festzug zum Siedlerfest
Hochsommerliche Temperaturen beim Festzug zum Siedlerfest
Grundschüler zaubern Afrikastimmung mit 350 Trommeln
Grundschüler zaubern Afrikastimmung mit 350 Trommeln
Multi-Kulti-Fest im Fondi Park
Multi-Kulti-Fest im Fondi Park

Kommentare