Ausbau der Linie A

Der Ausbau der Linie A wirft Fragen auf: entsteht an der Freisinger Straße die geplante Unterführung oder eine Brücke. Foto:pilz

Dach

au (psa) In der letzten Donnerstag einberufenen Sondersitzung des Stadtrates haben die Stadträte aufgrund eines Eilantrags von SPD, den Grünen, dem Bündnis für Dachau und der Überparteilichen Bürgergemeinschaft ein neues Konzept zur Kreuzung Freisinger Straße mit der S-Bahn-Linie A diskutiert. Mit dem gemeinsamen Antrag sollte das neue Konzept der Thementische in das Planfeststellungsverfahren der S-Bahn-Linie A beraten und eingebracht werden. Die Linie A soll zur zweiten S-Bahn an der Stadt Dachau ausgebaut werden und als Linie von Altomünster nach München zügig durch das Stadtgebiet gelangen. Da das Planfeststellungsverfahren der S-Bahn-Linie A bereits fortgeschritten ist und die Unterlagen im September an die Regierung von Oberbayern weitergegeben werden, sollte das neue Konzept der Thementische nach Auffassung der Antragssteller zügig in das Verfahren einbracht werden. Laut neuem Vorschlag sei zum einen die Möglichkeit einer Verlegung des Haltepunktes Dachau Stadt von Seiten der Bahn um 200 Meter gegeben, so dass die Haltepunkte Dachau Hauptbahnhof und Dachau Stadt nicht mehr so nahe zusammen liegen würden. Zum anderen würde damit auch die Anbindung des MD-Geländes an die S-Bahn gewährleistet sein. Außerdem wäre eine Überführung anstelle einer Unterführung der Freisinger Straße technisch machbar. Oberbürgermeister Peter Bürgel stellte zunächst den derzeitigen Sachverhalt dar. In der Vergangenheit wurden die beiden Möglichkeiten einer Über- oder Unterführung bereits abgewogen. Im Bauausschuss habe man die Planung einer Unterführung beschlossen. Eine Überführung habe man damals aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten verworfen. Im Anschluss stellte der Architekt Bernhard Hartmann das neue Konzept mit einer Brücke über die Freisinger Straße vor und plädierte für eine nochmalige Prüfung und Gegenüberstellung der Kosten einer Über- und Unterführung. „Man muss den Verkehrsquellfaktor abfangen und zugunsten des öffentlichen Personennahverkehrs abmindern“, erläuterte Hartmann. Bürgel pflichtete dem bei. „Es besteht Einigkeit darüber, dass ein Bahnübergang gemacht werden muss“, betonte er. Welche Lösung die Beste ist habe allerdings auch etwas mit den Kosten zu tun. „Die Kosten sind ein großer Faktor, da die Stadt zu 100 Prozent die Mehrkosten trägt“, sagte der OB. Laut Schätzung des Planungsbüros wäre eine Unterführung acht Millionen teurer als eine Unterführung. „Das ist natürlich ein Totschlagargument“, sagte Volker C. Koch (SPD) und bat jedoch in diesem Zusammenhang um eine exakte Prüfung der Zahlen. Die Prüfung der Kosten werde nochmals in einem Antrag eingebracht, kündigte Koch an.

Kommentare