Dachau/ Ausstellung im Bezirksmuseum

Wintersport in der Vergangenheit

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Das Gemälde von Richard Huber aus dem Jahr 1950 verrät, dass es damals möglich war, den Karlsberg Dachau mit dem Schlitten hinab zu rodeln.
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Winterliche Relikte aus dem Dachauer Land.

Dachau - In der Ausstellung „Winterfreuden“ widmet sich das Bezirksmuseum dem Vergnügen in Eis und Schnee in früheren Zeiten.

An jeder Ecke türmen sich Schneehaufen, in denen Schilder aus Holz stecken. Sie verweisen zum Weiher, zum Schlittenberg und zur Schanze. Von oben kommen glitzernde, Eiskristalle und auf den Tischen liegen kleine Schneebälle aus Kokosflocken, die bei der Vernissage im Bezirksmuseum zur Ausstellung „Winterfreuden“. zum Verzehr gedacht waren. Das Museum hat sich in eine Winterlandschaft mit Schneehaufen aus Watte und die Eiskristallen aus Holz verwandelt Doch das reichte für die Vernissage-Besucher aus um sich zurückzuerinnern, wie es damals war, als Schneemannbauen, Schlittschuhlaufen und Rodeln die bevorzugten Freizeitbeschäftigungen im Winter waren Sätze wie „Ja, so war das damals“ waren von vielen älteren Besuchern zu hören. Eine Seniorin erinnerte sich noch genau an die Titelseiten der Zeitungen, als in den 1960er Jahren der Dachauer Hans-Jürgen Bäumler mit Maria Kilius zwei Mal Weltmeister und sechsfach Europameister im Eiskunst-Paarlauf wurde. Eine Wand im Bezirksmuseum widmet sich den erfolgreichen Sportlern,. Davor steht eine Vitrine mit verschiedenen Schlittschuhmodellen aus dieser Zeit. „Um Schlittschuh zu laufen, musstest du die Kufen an deinen Winterstiefeln befestigen“, erklärte eine Besucherin. In einem anderen Raum gibt es alte Skisschuhe und Skibekleidung zu bewundern. Schwarz-Weiß-Fotografien zwischen den Ausstellungsstücken zeigen beispielsweise Kinder beim Eisstockschießen auf dem Ampermochinger Weiher. Ein Gemälde von 1950 verrät, dass es damals noch möglich war, den Karlsberg in Dachau mit dem Schlitten hinab zu rodeln und eine Fotografie beweist, dass es in Hilgertshausen um 1961 eine Skischanze gab und reichlich genutzt wurde. So ist die Ausstellung auch eine Hommage an die „Dachauer Kinderolympiade“, die erstmals 1952 in der Breitenau stattfand und über 30 Jahre lang die Wintersportbegeisterung der Dachauer widerspiegelt. Viele ältere Besucher verbinden mit dieser Olympiade ihre ersten Erinnerungen auf Skiern. In welchem Jahr wurde der Eissportclub Dachau gegründet? Wann wurde die erste Kunsteisbahn eröffnet? Das sind Fragen, die Besucher beim Schneekristall-Quiz beantworten können. Wer alle Fragen richtig beantwortet, und das Fragenblatt an der Museumstheke abgibt, nimmt an einer Verlosung teil – Ziehung ist am 7. April, dem letzten Tag der Ausstellung. Außerdem lädt das Museum am 10. Februar von 14 bis 15 Uhr zur Führung durch die Ausstellung „Winterfreuden“ ein. Der Eintritt kostet drei Euro. Ab 15 Uhr können die Teilnehmer verschiedene Lieder übers Skifahren, Eisstockschießen, Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren gemeinsam mit Eva Bruckner und Ernst Schusser vom Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern singen. Liedblätter zum Mitsingen stehen kostenlos zur Verfügung.

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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