Bau- und Planungsausschuss

Die Schule wächst in die Höhe

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Im neuen Anbau der Grundschule Augustenfeld kann das geplante LernLandSchaft-Konzept besser umgesetzt werden, als im umgebauten Schulgebäude.

Dachau - Der Bau- und Planungsausschuss will die komplette Aufstockung der Grundschule Augustenfeld überprüfen lassen.

Ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück – so in etwa verläuft die Planung beim Erweiterungsbau der Grundschule Augustenfeld. Die drei Varianten, die die Architekten dem jüngsten Bau- und Planungsausschuss zur Abstimmung vorgelegt hatten, wurden kaum diskutiert. Stattdessen warfen die Politiker zwei weitere Lösungsansätze in die Runde. Gleich zu Beginn der Debatte rief Stadtratsreferentin Katja Graßl (CSU) dazu auf, bei der ursprünglichen Variante, das heißt, beim vierstöckigen Anbau, ohne Hortgruppen, zu bleiben. Obwohl diese Lösung bereits bei der vorherigen Abstimmung ausschied, plädierte Graßl dennoch dafür. Es wären sonst viel zu viele Kinder auf dem Pausenhof. Es entstünde dann eine Bildungsfabrik, mahnte Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU). Ein Hortgeschoss sei überflüssig, sagte Elisabeth Zimmermann (CSU), da die Schule als Ganztagsschule geplant ist.

Gesamter Bestandbau aufstocken

Kontrovers dazu äußerten sich die Vertreter der anderen Fraktionen. „Wir bauen für viel Geld und verschwenden dabei ein Geschoss“, konterte Thomas Kreß (Die Grünen). Er schlug vor, zu überprüfen, ob neben dem Riegelgebäude auch die Aufstockung des kompletten Bestandsbaus möglich wäre. Bisher war die Aufstockung nur des nördlichen Teils, also des „Verwaltungstrakts“ vorgesehen. Claus Weber (Freie Wähler) ging noch weiter und initiierte die Überprüfung einer zweigeschossigen Aufstockung über der gesamten Schule. „Damals, beim Bau der Schule, hieß es, sie muss nach oben erweiterbar sein“, sagte er. Wolfgang Moll (parteilos) regte an, einmal „gescheit“ zu bauen und meinte damit die Gesamtaufstockung plus ein Riegel mit fünf Geschossen, wobei das Erdgeschoss weitgehend offen bleibt und als überdachter Pausenhof dient.

Anbau auf Stelzen

Gegen einen fünfgeschossigen Anbau erhob jedoch die benachbarte Montessori-Schule eine Klage. Inzwischen einigte sich die Stadt mit den Vertretern der Schule auf einen viergeschossigen Anbau auf Stelzen. Doch auch diese Variante muss erst mal hinten angestellt werden. Nach Aussage des Architekten Konrad Deffner sei ein Anbau „wesentlich wirtschaftlicher“ als Umbau und Aufstockung des Bestandes. Dennoch stimmten die Stadträte für die Überprüfung der neuen Variante: Komplettaufstockung unter der Berücksichtigung der Statik.

yug

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