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Bauphase des Karlsfelder Gymnasium beginnt nach 15 Jahren Planung

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Spatenstich des Gymnasiums in Karlsfeld
Spatenstich des Gymnasiums in Karlsfeld © pri

Die ersten vier Jahrgänge im neuen Karlsfelder Gymnasium sollen zum Schuljahr 2025/26 unterrichtet werden. Bis dahin steht noch viel Arbeit an: Auf etwa 4,5 Hektar werden neben dem fünfzügigen Gymnasium eine Vierfachsporthalle sowie eine Tiefgarage gebaut.

Für die Schule, die nach dem sogenannten Lernhauskonzept arbeitet, wurden am Dienstag, 17. Mai, mit dem offiziellen Spatenstich die ersten Schaufeln Erde bewegt. Nach fast 15 Jahren vorbereitender Planungen und viel Überzeugungsarbeit bei staatlichen Stellen, wird das Bauprojekt nun in die Tat umgesetzt. Aufgrund der Lage können neben Kindern aus dem Landkreis Dachau auch Schüler aus München angemeldet werden. So begrüßte Landrat Stefan Löwl neben dem Bürgermeister der Gemeinde Karlsfeld Stefan Kolbe auch die Dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München Verena Dietl. Für den Freistaat Bayern nahm der örtliche Stimmkreisabgeordnete Bernhard Seidenath am Spatenstich teil.

Der Architekt Tobias Hübner präsentierte den 80 geladenen Gästen die Idee von dem neuen Gebäude und seiner grundlegenden Struktur mit einer zentralen Erschließungsmagistrale von Ost nach West. Basierend auf dem Münchner Lernkonzept wird die Schule auf die Lernbedürfnissen der Schüler ausgerichtet gebaut – mit viel Raum und flexibel nutzbaren Lernplätzen für die soziale, zeitliche und räumliche Organisation eines Schultages.

Bereits zum kommenden Schuljahr 2022/23 gibt es am Josef-Effner-Gymnasium (JEG) die ersten Vorläuferklassen, die für das Gymnasium Karlsfeld (GMK) vorgesehen sind. Mit Fertigstellung ziehen dann diese und die Klassen der folgenden Jahrgänge in die neuen Räumlichkeiten.

Landrat Stefan Löwl fasste die aktuelle Situation zusammen: „Mit dem Spatenstich haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht und beginnen mit der sichtbaren Umsetzung dieses für die Gemeinde Karlsfeld, den Landkreis Dachau sowie auch die benachbarten Stadtteile Münchens wichtigem Bildungsinfrastrukturprojekt. Aufgrund des starken Schülerzuwachses sowie nach dem Wechsel von G8 auf G9 muss der Neubau bis 2025 bezugsbereit sein. Ich bin trotz aller Widrigkeiten und Probleme zuversichtlich, dass wir mit unseren kompetenten Partnern im Zeitplan bleiben und in drei Jahren unser viertes, hochmodernes Gymnasium eröffnen können.“

Beeindruckt waren die Gäste von der großen Fläche, die zentral an der S-Bahn in Karlsfeld liegt: auf über 6,4 Hektar entsteht zusätzlich zur schon bestehenden Kindertagesstätte ein Schulgebäude mit einer Grundfläche von 148 mal 52 Meter und etwa 75.000 Kubikmeter Rauminhalt. Hinzu kommt die Sporthalle mit vier Feldern und einer Grundfläche von 62 mal 43 Meter. In den kommenden Monaten werden beispielsweise auch 450 Kilometer Strom- und Datenkabel verlegt und 135 Park- sowie rund 450 Fahrradabstellplätze errichtet.

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