Aktueller Baustellenbericht vom MD-Papierfabrik-Gelände 

Es staubt und lärmt auf der Baustelle des ehemaligen MD-Papierfabrik-Geländes in Dachau

Bei dem Lärm und Staub auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik wird man es kaum vermuten. Jedoch sind die Arbeiten, die nun durchgeführt werden, „ökologisch wertvoll und wichtig“, wie Michael Gerstner, Projektentwicklung Dachau, mitteilt.

Es hat sich herausgestellt, dass nahezu das gesamte MD-Gelände versiegelt war. Nicht nur die Gebäude verschlossen den Boden, sondern auch viele auf den ersten Blick nicht erkennbare Unterkellerungen sowie tiefer liegende Bodenplatten. Das Areal wird zwar am Ende wieder in Teilen bebaut, allerdings mit mehr Frei- und Grün-

flächen als zuvor, die zu einem besseren Grundwasserhaushalt und verträglicheren Mikroklima beitragen würden. Vor über 100 Jahren war Umweltschutz noch nicht im Bewusstsein der Gesellschaft verankert. Deshalb tragen die Bauarbeiter nun auch Verunreinigungen ab, die mit den Jahrzehnten in die Erde eingedrungen sind. Beim Abbruch von beispielsweise Bodenplatten könnte aber Regenwasser von oben eindringen und Schadstoffe in tiefere Schichten schwemmen. Daher sind Pumpen im Einsatz, die an der Stelle das Grundwasser in ein großes Becken leiten. Dort wird es gefiltert und hinter der Baustelle wieder in den Mühlbach eingeleitet. Die Qualität des Wassers werde laut Gerstner regelmäßig gemessen und geprüft.

Um die Staub- und Schmutzentwicklungen während dieser Arbeiten so gering wie möglich zu halten, werden vor Ort verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Eine Reifenwaschanlage säubert zum Beispiel die ausfahrenden Lkw vom Gelände in die Ostenstraße, um den Schmutz auf der Straße zu reduzieren.

„Auch wenn noch einige Jahre ins Land gehen werden: Am Ende erhalten die Dachauer ein Stück Stadt mit hoher Aufenthaltsqualität zurück. Deshalb sind Maßnahmen wie die Freilegung des Mühlbachs und viele Grünflächen wichtig“, sagt Gerstner.

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