Bekommt Dachau einen Sandstrand?

Die Wirtschaftsförderung stellte ihre Arbeit in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses vor: Von links Thorsten Schilling (Praktikant), Laura Schwartz (Praktikantin), Julia Ernst (stellvertretende Leiterin) und Stefan Wolf (Leiter der Wirtschaftsförderung). Foto: Leiß

Dach

au (sel)Warum ans Meer fahren, wenn der Sandstrand im nächsten Sommer nach Dachau kommt? Der Hauptausschuss hat vergangene Woche grünes Licht für die Planungen von Patrick Schwaack für einen „Stadtstrand“ auf dem Postschulgelände gegen die Stimmen von Grünen, Bündnis und ÜB gegeben. Der Geschäftsmann will zwischen Wirtschaftsschule und Bücherei von Juni bis August den künstlichen Strand aufschütten – mit Liegestühlen und Bar. Zudem soll dort live die Fußball-Europameisterschaft übertragen werden. Weder Schule noch Stadtverwaltung sahen in der Beschlussvorlage wichtige Gründe, die gegen das Projekt sprechen könnten. „Wenn alle Beteiligten nichts dagegen haben, sehen wir keinen Grund dagegen zu sein“, erklärte CSU-Fraktionsvorsitzender Christian Stangl. Ähnlich sah das auch Volker Koch (SPD). Herbe Kritik kam von Helmut Höfelmaier (ÜB). Der Platz sei „völlig ungeeignet“ – er befürchtete eine Lärmbelästigung der Anwohner. Thomas Kreß (Grüne) argumentierte gegen den Strand, da ihm Parkplätze für die Besucher fehlten. Außerdem sei nicht schlüssig „wie die Leute dahin kommen“. Kai Kühnel (Bündnis) fürchtete ein „weiteres Gastro-Sterben“ aufgrund der Bewirtung. Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) beruhigte: „Wir geben nur den Startschuss für gründliche Überlegungen“. Weiteres Thema der Sitzung war die städtische Wirtschaftsförderung, die ihre Arbeit vorstellte. Als „Bindeglied zwischen Kommunalpolitik, Wirtschaft und Verwaltung“ präsentierte Wirtschaftsförderer Stefan Wolf seine Arbeit. „Wir selbst können aber keine Arbeitsplätze schaffen“, betonte Mitarbeiterin Julia Ernst. Eine Diskussion entzündete sich am Magazin „FAKT“, das die Abteilung herausbringt und an Unternehmer verschickt. Dominik Härtl (CSU) regte an, dass Druckwerk als Newsletter zu verschicken. Frank-Martin Binder vom Thementisch „Gewerbe“ sprach sich für eine Verschmelzung mit dem Stadtmagazin aus: „Wirtschaft darf nicht nur ein wirtschaftsinternes Thema sein“. Einig waren sich die Stadträte, dass die Wirtschaftsförderung künftig regelmäßig von ihrer Arbeit berichten soll.

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