Bienenflugwettbewerb beim Bienenfest der Volksbank in der Altstadt

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Wie sieht eigentlich Honig in den Waben aus? Das konnten die Besucher des Bienenfests der Volksbank aus der Nähe betrachten.

Dachau - Die flotteste Biene gewinnt

Statt im Büro arbeiten die neuen Mitarbeiter der Volksbank Raiffeisenbank lieber draußen und statt um das Geld, kümmern sie sich um flüssiges Gold. 

Die 240.000 „Neuen“ bekam die Filiale in der Altstadt seit Mai dazu. Die Rede ist von sechs Bienenvölker, um die sich etwa 15 Angestellten der Bank – die sogenannten Bienenbeauftragten – gemeinsam mit Arno Bruder kümmern. Arno Bruder ist Fachberater für Imkerei in Oberbayern und erklärte den Besuchern des Bienenfestes am vergangenen Samstag wie der Honig aus der Wabe in das Glas kommt. 

Dicht gefolgt von interessierten Bienenfreunden geht Bruder über die Treppe aus dem zweiten Obergeschoss der Volksbank in den Innenhof, wo die Bienenstöcke stehen. Er holt vier Wabenrahmen aus einem Bienenstock und das ohne Schutzkleidung. „Wegen der Zucht sind die Bienen heute viel ruhiger und friedlicher wie vor 30, 40 Jahren“, erklärte der Bienenexperte. Stechen können sie trotzdem, wie er – scheinbar schmerzfrei – auf seiner Hand demonstrierte. Mit den Wabenrahmen geht es wieder nach oben. Dort erklärt seine Frau, wie man die Waben „entdeckelt“. 

Mit einem Schaber kratzte sie die oberste Wachsschicht weg und legte so den Honig frei. „Wenn der Honig reif ist, schließen die Bienen die Wabe mit Wachs“, erklärte Bruder. Stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki nimmt die Spachtel in die Hand und versucht sich am „Entdeckeln“. Die Kästen kommen im Anschluss in die transparente Trommel – eine Honig-Zentrifuge. Nach Klaffki durften auch die Kinder kurbeln. „Durch die Zentrifugalkraft wird der Honig jetzt aus den Waben herausgeschleudert“, erklärte Bruder. Der Honig muss danach noch durch ein Grob- und Feinsieb, damit Wachsreste entfernt werden, um danach in Gläsern abgefüllt werden zu können. Er und die Bank-Mitarbeiter werden etwa dreimal jährlich schleudern. 30 bis 40 Kilogramm Honig können sie so „ernten“. „Den Honig, den sie ab August machen, bleibt den Bienen“, betonte der Imker. Am Ende des Bienenfestes konnten einige Besucher bereits Volksbank-Honig mit nach Hause nehmen. 

Sie haben beim Flugwettbewerb auf das richtige Tier getippt. Ihre Biene – die mit dem roten Punkt auf dem Rücken – kam am schnellsten zum Stock zurück. „Den Honig kann ab sofort in all unseren Geschäftsstellen gegen eine Spende erworben werden“, verkündete Michaela Steiner, Dachauer Land-Vorsitzende und Volksbank-Mitarbeiterin. Die Einnahmen werden an ein Naturschutzprojekt gespendet. 

Erst dieses Jahr spendete die Volksbank Geld für das Imkerei-Projekt des Gymnasiums Indersdorf. Lehrerin Sabine Braun stellte während dem Bienenfest in einem Vortrag das Schulprojekt vor, bei dem sich Schüler um Bienenvölker kümmern. Zum Rahmenprogramm des Festes gehörten auch Infostände des Bund Naturschutzes, Dachauer Land und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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