Björn Thurau radelte beim 59. Bergkriterium allen davon

Die Besten des internationalen Eliterennens: Von links auf dem Siegertreppchen Erik Hoffmann, Björn Thurau und Martin Boubal. Links Oberbürgermeister Peter Bürgel, rechts Sportreferent Günter Dietz. (Foto: Leiß)

Dach

au (sel) Es war eine Titelverteidigung, die souveräner hätte kaum sein können: Björn Thurau vom Team Bergstraße hat am Sonntag zum zweiten Mal das internationale Eliterennen des Dachauer Bergkriteriums der Soli rund um die Altstadt gewonnen. Das Bergkriterium ist das drittgrößte Radrennen in Bayern. Thurau radelte in den 44 Runden über 60,5 Kilometer den anderen Fahrern mit unglaublichen Tempo davon. Zweiter wurde Erik Hoffmann vom Team Baier Landshut, auf Platz drei radelte Martin Boubal von VC Ratisbona Regensburg. Nach 20 Runden stand der 22-jährige als Sieger fest. Ab Rennbeginn lag Thurau vorne –anfangs noch mit Martin Boubal, der vor Thuraus Tempo und Kondition 24 Runden vor Schluss kapitulieren musste. Schließlich holte Björn Thurau auch noch das Hauptfeld von hinten ein. Der diesjährige Sieger ist damit erst der sechste Rennfahrer in der 59-jährigen Geschichte des Radrennens, der seinen Titel in Dachau verteidigen konnte. Der Erfolg im Radsport liegt bei Thurau in der Familie: Er ist Sohn von Radsportlegende Dietrich Thurau, der Ende der 1970er-Jahre sehr erfolgreich war. Neu war heuer der Prolog, mit dem sich alle Fahrer für das spätere Hauptrennen qualifizieren mussten. Mit der Neuregelung sollte nach Idee der Soli-Vertreter das Rennen noch spannender werden. Startschuss war um 12 Uhr. Je nach Platzierung gab es höchstens 45 Sekunden Zeitvorsprung. Thurau war dort Zweiter geworden. Die insgesamt fünf Rennen, an denen verschiedene Altersklassen und Radtypen teilnahmen, verfolgten wieder Tausende Zuschauer entlang des Korsos. Besonders viele waren es auf dem Rathausplatz, wo Start- und Zielpunkt war. Vor dem Hauptrennen fand ein Seitenwagenrennen statt, an dem Politiker aus dem Landkreis, darunter die beiden Landtagsabgeordneten, teilnahmen und sichtlich ihren Spaß hatten. Zum Rahmenprogramm gehörte unter anderem auch ein Rad-Simulator, auf dem die Besucher ihre Kondition messen konnten. Glück hatte die Soli mit dem Wetter. Noch am Vormittag hatte es nach Regen ausgesehen, der das ohnehin rutschige Kopfsteinpflaster in eine Rutschbahn verwandelt hätte, nachmittags schien aber die Sonne. Soli-Vorsitzender Wolfgang Moll zeigte sich mit dem Rennverlauf zufrieden und wertete es auch als ersten Test für das 60-jährige Jubiläum des Bergkriteriums im kommenden Jahr.

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